04.09.2012

EU-Schweinepreise: Stabile und steigende Preise

EU-Schweinepreisvergleich 04.09.2012

In der aktuellen Schlachtwoche blieben die Schlachtschweinepreise in den EU-Ländern überwiegend stabil. In Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden wurden die Preise auf dem Vorwochenniveau belassen. Auf der einen Seite ist zu erkennen, dass die Nachfrage der Schlachtunternehmen bei den derzeitig hohen Kursen nachgelassen hat. Insbesondere Grillartikel wie Nacken sind angesichts der zu Ende gehenden Grillsaison nicht mehr so gefragt. Statt Grillfleisch werden im Lebensmitteleinzelhandel jetzt schon Lebkuchen und Plätzchen eingeräumt. Auf der anderen Seite ist aber auch abzusehen, dass das Angebot eher noch knapper werden wird. Viele Erzeuger in der EU liefern derzeit alles ab, was in den optimalen Gewichtsbereich einigermaßen hineinpasst. Das derzeitige Preisniveau erscheint akzeptabel, während die Futterkosten weiter steigen. Belegt wird dieses durch die geringen Schlachtgewichte, die in vielen Ländern deutlich unter den üblichen Gewichten liegen. In Frankreich legte die Notierung mit umgerechnet + 6 Cent noch einmal am deutlichsten zu. In Spanien fällt das Angebot weiterhin zu knapp aus, da die sommerliche Hitze negativ auf die Tageszunahmen wirkt. Der Preis stieg um + 3 Cent. Auch in Dänemark stieg der Preis um umgerechnet + 3 Cent. Hier wird von gut laufenden Exportgeschäften berichtet.

Tendenz für den deutschen Markt: Auch wenn die Nachfrage derzeit von Seiten der Schlachtunternehmen gedrosselt wird, ist ein Überhang an schlachtreifen Schweinen derzeit nicht wirklich zu erkennen. Zur Wochenmitte rechnen viele Vermarkter mit einem abnehmenden Angebot. Auch wenn aus heutiger Sicht die weitere Entwicklung nicht abschließend beurteilt werden kann, spricht vieles für stabile Preise in der kommenden Schlachtwoche.




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