14.08.2012

EU-Schweinepreise: Gute Nachfrage und knappes Angebot treiben die Preise

EU-Schweinepreisvergleich 14.08.2012

Zum Ende der Ferienzeit können die Notierungen in vielen EU-Ländern noch einmal ordentlich zulegen. Getragen von einer momentan sehr guten Nachfrage nach Schweinefleisch stiegen die Preise in Deutschland um + 8 Cent. Aber auch in Österreich (+ 9 Cent), in den Niederlanden (+ 8 Cent) und in Belgien (+ 7 Cent) müssen Schlachtunternehmen derzeit die höchsten Preise seit August 2008 zahlen. Dabei zeigen sich einige Parallelen: Auch im Jahr 2008 hatten Schweinehalter mit stark gestiegenen Futterkosten zu kämpfen. Und auch damals herrschte aus den östlichen EU-Staaten eine sehr gute Nachfrage nach lebenden Schweinen und auch nach Schweinefleisch.

Die Erzeugerpreise in Dänemark konnten für die laufende Woche ebenfalls zulegen, der Anstieg blieb mit + 3 Cent jedoch hinter der Preissteigerung in Deutschland zurück. In Südeuropa stabilisieren sich die Preise weiter auf dem hohen Niveau. In Spanien konnte der Preis leicht um + 1 Cent steigen. Die sommerlich heißen Temperaturen wirken negativ auf die Tageszunahmen bei den Mastschweinen, so dass das Angebot weiterhin äußerst knapp bleibt. Auch in Frankreich bleiben die angebotenen Stückzahlen derzeit hinter der Nachfrage zurück. Als Folge schloss die Auktion in Plerin um umgerechnet 4 Cent höher als in der vergangenen Woche.

Tendenz für den deutschen Markt: Zu Beginn der neuen Schlachtwoche ist auch zu den gestiegenen Kursen eine rege Nachfrage der Schlachtunternehmen zu erkennen. Das Angebot ist nicht mehr ganz so knapp wie in der vergangenen Woche, so dass Angebot und Nachfrage derzeit ausgeglichen gegenüber stehen. Für die kommende Schlachtwoche werden daher mindestens stabile Preise erwartet.




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