07.08.2012

EU-Schweinepreise: Europaweit knappes Angebot sorgt für stabile bis leicht steigende Preise

EU-Schweinepreisvergleich 07.08.2012

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen fällt gemessen an der Nachfrage europaweit derzeit relativ knapp aus. Insbesondere in Südeuropa sind die Schlachtgewichte in den vergangenen Wochen weiter rückläufig, was die geringe Versorgung der Märkte unterstreicht. In Spanien konnten die Preise folgerichtig um umgerechnet + 2 Cent je kg Schlachtgewicht steigen, in Frankreich wurden + 1 Cent im Vergleich zur Vorwoche notiert. Auch in Belgien konnte der Preis leicht um + 1 Cent steigen. Als eine weitere Begründung für den Preisanstieg in diesen Ländern wird der gesunkene Preisabstand zu Deutschland genannt. Insbesondere auf den Exportmärkten zeigten sich in den vergangenen Wochen für spanische und französische Unternehmen zunehmend Schwierigkeiten, da Deutschland in diesem Jahr bisher als Preisbremse gilt und höhere Preise gegen Billigangebote deutscher Unternehmen nur schwer umsetzbar waren.

Wie in Deutschland, so gab es auch in Dänemark, den Niederlanden und Österreich für die aktuelle Schlachtwoche keine Preisänderung. Aus Dänemark wird eine ausgeglichene Marktsituation beschrieben. Die Exportgeschäfte laufen dem Vernehmen nach weiterhin gut. Österreichische Marktexperten berichten, dass der dortige Schweinemarkt restlos geräumt sei. In Deutschland konnten die gestiegenen Einstandspreise der Schlachtunternehmen fast durchweg über alle Teilstücke hinweg im Fleischverkauf weitergegeben werden. Insbesondere zum Ende der vergangenen Schlachtwoche hat die Nachfrage der Schlachtunternehmen noch einmal spürbar zugenommen. Nachdem die deutschen Verbraucher laut einer Meldung der Wirtschaftswoche im Juni diesen Jahres trotz Fußball Europameisterschaft ca. 7 % weniger Grillartikel konsumiert haben als im Vorjahreszeitraum, scheint es nun endlich zu einer Belebung der Grillfleischnachfrage zu kommen.

Tendenz für den deutschen Markt:

Zu Beginn der neuen Schlachtwoche werden Schweine weiterhin händeringend von Seiten der Schlachtunternehmen gesucht, nicht jede Nachfrage kann zeitnah bedient werden. Insbesondere auch für den Export nach Osteuropa werden kurzfristig Schlachtschweine gesucht. Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, dürfte eine Preissteigerung für die kommende Schlachtwoche die logische Konsequenz sein.




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