17.07.2012

EU-Schlachtschweinepreise: Fast überall stabile Märkte

EU-Schweinepreisvergleich 17.07.2012

Die Schlachtschweinemärkte in der EU zeigen sich in der laufenden Woche weitestgehend stabil. Fast überall werden unveränderte Preise notiert. Lediglich die Niederlande korrigierten den Preis leicht um 1 Cent nach unten. In Frankreich nahm die Schweinebörse in der Bretagne am vergan­genen Donnerstag einen neuen Anlauf für einen Preisanstieg und vermeldete als Ergebnis ein Plus von 3,5 Cent. In Großbritannien und Schweden blieben die Notierungen zwar unverändert, bedingt durch Wechselkursschwankungen stiegen die korrigierten Preise jedoch leicht an.

In vielen EU-Ländern wird von einem Rückgang der Angebotsmengen berichtet, so dass die Stückzahlen zügig vermarktet werden können. In Österreich wird von verstärkten Auslagerungen von Gefrierfleisch berichtet, was die Verkäufe von Frischfleisch nicht gerade beflügelt. Scheinbar wollen die Lagerhalter bei der aktuellen Marktlage ihr Preisrisiko minimieren.

Trotz der Vielzahl unveränderter Notierungen stellt sich dennoch die Marktsituation in Südeuropa mit deutlichen Preisanstiegen in Italien (+ 7,5 Cent) und in Frankreich erheblich positiver dar als in Mitteleuropa. Im Süden profitiert man vom guten Appetit der Sommerurlauber sowie den hitzebedingten schlechteren Tageszunahmen. So sind die ausgesprochen niedrigen Schlachtgewichte in Spanien ein Signal für knappe Angebotsmengen. Von verschiedenen europäischen Marktbeteiligten wird Deutschland hingegen als Preisbremser im europäischen Preisgefügte eingestuft. Der erhebliche Preisabstand zwischen Deutschland und Ländern wie beispielsweise Dänemark, Frankreich und Spanien ist dafür ein deutliches Signal. Teilweise werden sogar die Billigangebote deutscher Schlachtbetriebe als Belastung für das heimische Preisniveau angesehen.

 

Tendenz für den deutschen Markt: Der stabile Vereinigungspreis vom Freitag hat für einige Verschiebungen bei den Hauspreis-Schlachtbetrieben gesorgt. Während die VION weiterhin die harte Linie mit einem Hauspreis in Höhe von 1,58 € durchzieht, soll die Westfleisch auf das Niveau von 1,60 € eingeschwenkt sein. Neu hinzugekommen mit einem Hauspreis von 1,58 € ist hingegen Danish Crown. Viele Viehhändler und Erzeugergemeinschaften werden wohl ihre Mengenplanung für die laufende Woche auf diese Preise abstimmen und entsprechend reagieren. Da sich Angebot und Nachfrage insgesamt betrachtet derzeit gut ausgeglichen gegenüberstehen, werden für die kommende Woche stabile Preise erwartet.



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