27.06.2014rss_feed

HIT-Antibiotikadatenbank: Bis zum 1. Juli Nutzungsart melden!

HIT

Schweinehalter, die Ferkel aufziehen oder Schweine mästen, müssen bis zum 1. Juli 2014 ihre sogenannte Nutzungsart in der HIT-Datenbank melden. Konkrete Meldungen zum Antibiotikaeinsatz haben noch etwas mehr Zeit. 

Die Meldung kann elektronisch über die zentrale Datenbank HI-Tier oder schriftlich an die zuständigen Regionalstellen erfolgen. Achtung: Schriftliche Meldung verursachen höhere Gebühren!

Die Daten zum Antibiotikaeinsatz und zu Bestandsveränderungen im Betrieb müssen für den Zeitraum ab dem 1.7.2014 in der staatlichen Datenbank bis allerspätestens zum 14. Januar 2015 vorliegen. Hier ist explizit auch die Möglichkeit zugelassen, die Daten von der QS-Antibiotikadatenbank in die staatliche HIT-Datenbank zu übergeben.

 

Im Klartext heißt das, …

… Meldungen in die QS-Datenbank gehen nicht verloren!

Wichtig: Doppelmeldungen in die QS-Datenbank und HIT-Datenbank sind nicht notwendig! Es wird eine Schnittstelle von der QS-Datenbank zur staatlichen Antibiotikadatenbank geben, mit der wir die im Arzneimittelgesetz festgelegten Daten übertragen und die Landwirte so ihre Meldeverpflichtung erfüllen können, stellt Thomas May klar, der u.a. für die Antibiotikadatenbank bei der QS-GmbH zuständig ist. Wie die Übergabe im Detail funktionieren wird, ist noch nicht im Detail klar, weil uns noch wichtige Informationen zur staatlichen Datenbank - z.B. zur Schnittstelle - fehlen. Sobald hier Klarheit herrscht, finden unsererseits unverzüglich die Umsetzung und die Information der Tierhalter statt. Im Moment brennt aber noch nichts an, da alle Daten erst im Januar 2015 in de HIT-Datenbank vorliegen müssen., führt May weiter aus. 

 

Was haben Schweinehalter nun zu tun?

Schweinehalter sind zur Meldung des Antibiotikaeinsatzes verpflichtet, wenn Sie im Mittel des Kalenderjahres mehr als 250 Ferkel (vom Absetzen bis 30 kg) und/oder 250 Mastschweine (ab 30 kg) halten. Sauen inkl. Saugferkel fallen derzeit nicht unter die Meldepflicht. Jede Nutzungsart ist separat zu betrachten.

Die ISN rät den meldepflichtigen Schweinehaltern zu folgendem Vorgehen:

  1. Melden Sie die Nutzungsart in Ihrem Betrieb bis zum 1. Juli in die HIT-Datenbank
  2. Melden Sie bzw. Ihr Tierarzt – soweit das noch nicht läuft – Ihre Antibiotikaanwendungen in die QS-Datenbank. Das gilt auch für Anwendungen bei Sauen und Ferkeln.
  3. Dokumentieren Sie die Zu- und Abgänge sowie Verluste bei den Schweinen tagesgenau in Ihrem Betrieb.

 

Die Wirtschaft ist weiter als der Staat

Die Wirtschaft ist deutlich weiter als die staatliche Seite. Schweinehalter bekommen bereits seit Ende letzten Jahres einmal im Quartal  aus der QS-Datenbank eine vorläufige Auswertung zum betrieblichen Antibiotikaeinsatz. Die nächste Auswertung für die Schweinemastbetriebe erfolgt  am 1. August 2014. Hierbei sollen auch die Kennzahlen nach den Vorgaben des Arzneimittelgesetzes angegeben werden.

Schweinehalter bekommen durch die QS-Antibiotikadatenbank ein halbes Jahr früher einen Einblick, wie sie mit Ihrem Betrieb bezüglich des Antibiotikaeinsatzes liegen und können entsprechend rechtzeitig reagieren.  

 



→ alle Partner auf einen Blick

Partner-News