"Was machen die Schweinepreise 2005?" - Kommentar von Bernhard Bonekamp, stellv. ISN-Vorsitzender
Wer sich den Verlauf der Schweinepreise im Jahr 2004 ansieht, wird feststellen, dass Preise in der Regel nur donnerstags – und dann um kaum mehr als drei Cent - angestiegen sind. Montags erfolgten nur leichte Korrekturen und dann meistens nach unten. Auf diese Weise sollte in erster Linie ein Wochenpreis im Vorfeld gefunden werden. Ebenso sollten die Preisausschläge begrenzt werden, was auch im Sinne der Landwirtschaft sein kann und der gesamten Wertschöpfungskette nutzen könnte.
Im rauen Wind des Marktes ist dieser Versuch gescheitert.
Dem Aufruf zur Zusammenarbeit sind von Seiten der Schlachtunternehmen keine Taten gefolgt. Nachdem am Montag dieser Woche der Preis bereits um zwei Cent gestiegen ist, ist der Anstieg vom gestrigen Donnerstag um sieben Cent die logische Antwort auf die Preissenkungen innerhalb der letzten drei Wochen in gleichen Schritten. Auf ein ähnliches Vorgehen der Schlachtindustrie im Oktober 2004 ist noch nicht derart hart reagiert worden.
Dieses neue Vorgehen der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften und der ISN ist erforderlich, um das Gleichgewicht der Kräfte zu erhalten!
Es stellt sich nun aber die Frage: Wäre es nicht besser, die Preise vom Montag und vom Donnerstag jeweils nur für die nächsten drei Tage als Abrechnungsgrundlage zu verwenden? Welcher Preis ab welchem Wochentage gilt, kann letztlich jeder Schweinehalter mit seinem Abnehmer frei vereinbaren.
Hierbei muss jeder Mäster jedoch beachten, dass beim Abliefern der Schweine der Preis feststehen sollte. Wenn der Abnehmer das nicht will, sollte der Schweinehalter alternative Vermarktungswege nutzen, z.B. die Internet-Schweinebörse.
Abliefern von Schweinen zum Preis von Übermorgen ist kein Markt.
Die Schweinepreise werden in Zukunft stärker steigen und fallen. Wer den Markt will, muss dies akzeptieren. Wer dort jedoch Gefahren sieht, kann Kontrakte an der Warenterminbörse abschließen.










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