Nach den gestern veröffentlichten Viehzählungsergebnissen wurden zum Stichtag 3. Mai in Deutschland rund 26,5 Mio. Schweine gehalten. Im Vergleich zum November 2009 ist der Schweinebestand somit um rund 303.000 Tiere (1,1%) zurückgegangen.
Der leichte Bestandsrückgang ist jedoch auf eine Änderung der Methodik zurückzuführen. Um die Auskunftspflichtigen zu entlasten wurde die untere Erfassungsgrenze auf Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen angehoben. Dadurch wurden circa 20.000 kleine Betriebe von der Auskunftspflicht befreit. Ein Vergleich zu den Vorerhebungen ist daher nur eingeschränkt möglich, insbesondere bei den Betriebszahlen. Bei den Bestandszahlen liegt der Rückgang in dem erwarteten Bereich, so dass im Grunde von konstanten Schweinezahlen ausgegangen werden kann.
Rund 17,1 Mio. Schweine, also knapp zwei Drittel aller in Deutschland gehaltenen Tiere stehen in großen Betrieben von mindestens 1.000 Tieren. Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 8.600 solcher Betriebe. Dagegen gibt es rund 10.800 Betriebe mit weniger als 250 Schweinen. Diese halten zusammen rund 1,4 Mio. Schweine, also lediglich 5,2 % des gesamten Schweinebestands.
Die Hochburg der Schweinehaltung bleibt weiter im Nordwesten Deutschlands. In Niedersachsen werden rund 8,0 Mio. Schweine gehalten. Niedersachsen ist auch das Bundesland mit den meisten Schweinehaltern (rund 8.800), gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit rund 8.600 Schweinehaltern, die 6,4 Mio. Schweine in ihren Ställen halten. Gut 54% aller gehaltenen Schweine werden also von Betrieben in diesen beiden Bundesländern gehalten.










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