09.11.2006 RSS Feed

"Vieh- und Fleischgesetz: Jeder einzelne Schweinehalter ist jetzt gefordert!" – Aufruf von Ulrich Kirschner, Stellv. ISN-Vorsitzender

Uli 2004 Mit Blick auf die Novellierung des Vieh- und Fleischgesetzes rufen wir alle Schweinehalter dazu auf, für ihre Interessen zu kämpfen. Hintergrund ist, dass wir in den vergangenen Wochen und Monaten mit zahlreichen Politikern und Ministeriumsmitarbeitern gesprochen haben, um u.a. zu erreichen, dass in jeder Schlachtabrechnung automatisch bei jedem einzelnen Schlachtschwein der Muskelfleischanteil ausgewiesen wird.

Nicht nur bei der Bundesregierung, sondern auch bei den Ländern stoßen wir auf taube Ohren. Die Regierung und die Länder begründen ihre Ablehnung damit, dass jede gesetzliche Vorgabe vom Staat kontrolliert werden müsse und dass dies mit dem angestrebten Bürokratieabbau nicht in Einklang zu bringen sei. Doch kontrollieren muss der Staat ohnehin, denn jedes Klassifizierungsunternehmen soll den Schweinehaltern nach einer schriftlichen Anfrage die Klassifizierungsergebnisse ihrer Schlachtschweine zuschicken. Wenn das kein zusätzlicher Bürokratismus ist…

Jeder Landwirt muss in seinem Betrieb alles Mögliche doppelt und dreifach dokumentieren, und die Schlachtunternehmen sollen künftig eine der wichtigsten Wert bestimmenden Kennziffern nicht mehr angeben müssen! Das schlägt doch dem Fass den Boden aus! Die Schlachtunternehmen reiben sich schon die Hände. Und das interessiert die Politiker derzeit anscheinend überhaupt nicht. Der Markt soll es regeln, sagen sie uns. Allerdings stehen Zehntausende von Schweinemästern einer Handvoll großer Schlachtkonzerne gegenüber – da ist ja wohl klar, wer dann was regelt… Makttransparenz ade!

Das können und wollen wir uns nicht gefallen lassen! Daher appelliere ich im Namen der gesamten ISN an jeden einzelnen Schweinehalter, unser Schreiben mit unseren Forderungen bezüglich des Vieh- und Fleischgesetzes oder ein eigenes an alle Bundestagsabgeordneten aus dem persönlichen Umfeld und zusätzlich an Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer unterschrieben zu verschicken.

Es kommt jetzt auf jeden Einzelnen an, ob es uns gelingt, dass Vieh- und Fleischgesetz nicht zu einem ’Persilschein’ für die Schlachtunternehmen verkommen zu lassen. Der Druck muss von der Basis kommen!

Sie finden unser Schreiben in der angehängten pdf-Datei. Alternativ können Sie es auch unter der Nummer 0900 / 1 900 939 als Fax abrufen. Hintergrundinfos finden Sie in unserer Aktuellen News vom 9. November Jetzt reicht’s! - ISN fordert Schweinehalter zum Protest auf – kein Persilschein für Schlachtunternehmen".

Brief vieh und fleischgesetz

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