Die Erzeugung von Schweinefleisch befindet sich in Tschechien auf Talfahrt. Für Deutschland bietet sich wachsender Absatz, berichtet die agrarzeitung.
Auf rund 263.000 t beziffert das Statistikamt in Prag die Erzeugung von Schweinefleisch im Jahr 2011. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückgang 5 Prozent. Binnen fünf Jahren ist die Erzeugung um fast ein Viertel geschrumpft. Dahinter steht ein noch stärkerer Abbau der Schweinebestände im Land. Die Ergebnisse der Novemberzählung 2011 sind allerdings noch nicht veröffentlicht.
Zur Auslastung der Kapazitäten importieren tschechische Schlachthöfe Lebendschweine aus den Nachbarländern. Der größte Teil des Inlandskonsums wird jedoch über Fleischimporte gedeckt. Die Handelsstatistik weist für die zwölf Monate Dezember 2010 bis November 2011 einen Nettoimportbedarf von rund 170.000 t Schweinefleisch aus. Allein für Deutschland haben sich in Tschechien in den zwölf Monaten Absatzmöglichkeiten für mehr als 80.000 t Schweinefleisch eröffnet, so die agrarzeitung weiter.
Deutsches Schweinefleisch ist im Ausland gefragt. Auf der ISN-Mitgliederversammlung am 21.02.2012 in der OsnabrückHalle (Osnabrück) beschäftigt sich eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit dem Thema: Selbstversorgungsgrad zwischen 80 und 160% - wie geht es weiter mit der Schweineproduktion in Deutschland?
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