08.02.2008 RSS Feed

„Top 10 der deutschen Schweineschlachtbetriebe 2007“

Schlachthofstruktur Top 10 schlachten fast 70% aller Schweine – Heterogene Unternehmensentwicklung – Westfleisch und Tönnies wachsen überdurchschnittlich – Vion konsolidiert

(ISN, Damme) Die deutsche Schlachtbranche setzte auch 2007 ihren Wachstumskurs unvermindert fort, stellt die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands auf Basis ihrer jüngsten Ergebnisse zu den Top 10 der deutschen Schweineschlachtbetriebe fest. Mittlerweile vereinen die zehn größten deutschen Schlachtunternehmen fast 70 Prozent aller Schweineschlachtungen auf sich, nachdem es im Vorjahr noch 67,7 Prozent bzw. 65 Prozent in 2005 waren.

Der Konzentrationsprozeß der Schlachtbranche schreitet weiter voran. Die so genannten Großen Drei festigten ihre Vormachtsstellung und bilden ein Oligopol mit gut 50 Prozent Marktanteil. Die folgenden sieben Unternehmen kommen zusammen immerhin noch auf einen Anteil von 18 Prozent am deutschen Schlachtschweinemarkt.

Nachdem im vergangenen Jahr mit 53,3 Mio. Schlachtungen bzw. einem erneuten Zuwachs von 6 Prozent ein neuer Rekord zu verzeichnen war, haben die Schlachtunternehmen jedoch sehr unterschiedlich von dieser Entwicklung profitiert. Während auf der einen Seite die Westfleisch eG, Münster (+11 Prozent) und die B&C Tönnies Fleischwerke, Rheda-Wiedenbrück (+10 Prozent) überdurchschnittlich wachsen konnten, entwickelte sich die niederländische Vion Food Group, Düsseldorf (+4 Prozent) nur unterdurchschnittlich und erreicht nach dem Umsatzrückgang des vorletzten Jahres gerade wieder das Niveau von 2005.

Angeführt werden die Top 10 auch in diesem Jahr wieder durch die B&C Tönnies Fleischwerke in Rheda-Wiedenbrück. Das Unternehmen konnte den Vorsprung zu den Verfolgern sogar nochmals deutlich ausbauen und schlachtete in 2007 11 Mio. Schweine. Das sind immerhin 1 Mio. Schweine mehr als im Vorjahr. Innerhalb von vier Jahren konnten somit die Schlachtungen an den drei Standorten in Rehda-Wiedenbrück, Weißenfels und Sögel um 4 Mio. Schweine ausgebaut werden.

Als Zweitplatzierter trotzt die Vion Food Group, Düsseldorf dem allgemeinem Wachstumstrend. Mit einer Steigerung von 4 Prozent bzw. gut 400.000 Schweinen erreicht das Unternehmen gerade wieder das 2005-er Niveau. Zur Vion gehören die NFZ, Südfleisch, Moksel und die Artland Fleischwaren GmbH. Nichtsdestotrotz bleibt die Vion ein Schwergewicht am deutschen Schweinemarkt, wenngleich ihr Marktanteil jedoch geringfügig auf 18,4 Prozent sinkt.



Die Westfleisch e.G., Münster, die mit insgesamt 5,96 Mio. Schlachtungen bzw. 11,2 Prozent Marktanteil unbestritten auf dem dritten Platz liegt, konnte ihr Vorjahresergebnis deutlich verbessern. Diese signifikante Umsatzentwicklung ist - ähnlich wie beim Unternehmen Tönnies – nicht nur auf den Sondereffekt Schweinepest 2006 - zurückzuführen. Vielmehr scheint es der Westfleisch gelungen, ihre Schlachtungen nachhaltig um fast 600.000 Schweine gesteigert zu haben.

Auf dem vierten Platz festigt das Unternehmen D&S Fleisch, Essen, mit 3 Mio. Schlachtungen bzw. einem Marktanteil von 5,6 Prozent seine Position. Das entspricht einem Anstieg der Schlachtungen um 200.000 Stück bzw. 7 Prozent. Für die kommenden Jahre stehen auch hier die Zeichen auf weiteres Wachstum. Die Investitionsentscheidungen, die Kapazitäten weiter auszuweiten, sind gefallen.

In diesem Umfeld taten sich die mittelgroßen Unternehmen im vergangenen Jahr im Gegensatz zum vorausgegangenen Jahr ein wenig schwer. Es ist Ihnen nach den Wachstumsschritten in 2006 im letzten Jahr größtenteils nicht gelungen, ihre Markanteile signifikant auszubauen.

Eine Ausnahme davon bilden die beiden Schlachtunternehmen in Garrel, Böseler Goldschmaus und BMR, die leicht besser als der Trend wachsen. Die Böseler Goldschmaus entspricht mit einem 7 prozentigen Wachstum und insgesamt 1,1 Mio. geschlachteten Schweine der allgemeinen Branchenexpansion. Der BMR Schlachthof hat eine starke Wachstumsphase hinter sich. Denn das Unternehmen kommt von ursprünglich 0,66 Mio. Schlachtungen in 2004 auf nunmehr knapp 1 Mio. Schweine im vergangenen Jahr.

Kontakt:
Detlef Breuer
ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.
Kirchplatz 2
D - 49401 Damme
Tel. 0 54 91 / 96 65 - 30
Fax 0 54 91 / 96 65 - 19
E-Mail: breuer@schweine.net


Top ten schweineschlachtbetriebe 2007

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