Tönnies zieht an Vion vorbei / Export beflügelt nicht nur die
Die Vion mit ihren Töchtern NFZ, Südfleisch und Moksel hat trotz der Übernahme des Schlachtbetriebs Artland Fleischwaren GmbH in Badbergen zum 1. September 2006 ihren Vorjahreswert um 400.000 Schlachtschweine verfehlt. Dies beruht in erster Linie auf den Betriebsschließungen in Anklam im Februar 2006 und in Lübeck im Juli 2006. Die Vion befindet sich mitten in einem Konsolidierungsprozess, bei dem sie unwirtschaftliche Standorte schließt, um Überkapazitäten abzubauen.
Nichtsdestotrotz bleibt der Konzern am deutschen Schweinemarkt ein Schwergewicht und kommt auf einen Marktanteil von 18,8 Prozent. Damit liegt Vion weiterhin deutlich vor der Westfleisch e.G., Münster, die mit insgesamt 5,375 Mio. Schlachtungen unbestritten auf dem dritten Platz liegt, ihr Vorjahresergebnis aber nur leicht verbessern konnte. Denn die Westfleisch war im vergangenen Jahr wie kein anderes Unternehmen von den Transportbeschränkungen im Zusammenhang mit der Schweinepest betroffen. Vor diesem Hintergrund war nicht daran zu denken, die Schweineschlachtungen deutlich zu erhöhen.
Auf dem vierten Platz liegt auch wie 2005 das Unternehmen D&S Fleisch, Essen, das einen Anstieg der Schlachtungen um 100.000 Stück verzeichnete. Es kommt jetzt auf einen Marktanteil von 5,6 Prozent. Für die kommenden Jahre hat D&S schon angekündigt, die Kapazitäten weiter ausweiten und entsprechend mehr Schweine schlachten zu wollen.
In einem wachstumswilligen Umfeld konnten aber auch viele mittelständische Unternehmen ihre Schlachtungen zum Teil kräftig steigern. Insbesondere Vogler Fleisch, Luckau, verzeichnete im Vergleich zu 2005 mit plus 15 Prozent ein deutliches Wachstum. Offensichtlich konnte Vogler von der Schließung der Vion-Betriebe in Anklam und Lübeck profitieren, die sich beide im Einzugsbereich des wendländischen Unternehmens befanden. Aber auch die übrigen Unternehmen der Top 10 verzeichneten für das vergangene Jahr durchweg eine positive Entwicklung.
Insgesamt ist der Marktanteil der Top 10 an den gesamten Schweineschlachtungen Deutschlands mittlerweile auf über zwei Drittel angestiegen, und zwar gegenüber 2005 um nochmals ca. 1,5 Prozent. Das zeigt, dass sich der Strukturwandel in der Schlachtbranche auch im vergangenen Jahr fortgesetzt hat.
Bundesweit haben die Schlachtunternehmen die Schweineschlachtungen 2006 im Vergleich zum Vorjahr um stattliche vier Prozent ausgeweitet und erreichten so ein neues Rekordniveau von über 50 Mio. Stück. Neben der gestiegenen Produktivität in den deutschen Ställen haben dieses Wachstum die zunehmenden Lebendimporte insbesondere aus den Niederlanden und aus Dänemark ermöglicht. Insgesamt hat Deutschland 2006 etwa 3,7 Mio. Schlachtschweine importiert. Das entspricht einem Anstieg um 15 Prozent und ist der guten internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe zu verdanken. Eine gegenläufige Entwicklung verzeichnen indes die Schlachtunternehmen in Dänemark und den Niederlanden, die ihre Schlachtungen im Vergleich zum Vorjahr um drei bis vier Prozent zurückfahren mussten.
In der angehängten pdf-Datei finden Sie eine Tabelle mit den Top 10 der Schweineschlachtbetriebe 2006
Im Bild: ISN-Marktreferent Andreas Beckhove, der die Liste der Top 10 alljährlich erstellt
Großen
Die deutsche Schlachtbranche war auch 2006 auf Wachstumskurs, stellt die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands auf Basis ihrer jüngsten Ergebnisse zu den ’Top 10 der deutschen Schweineschlachtbetriebe’ fest. Erstmals wird das Feld der größten Schweineschlachtbetriebe durch die B&C Tönnies Fleischwerke, Rheda-Wiedenbrück, angeführt. Tönnies hat den niederländischen
Platzhirsch, die Vion Food Group, Best (NL), vom ersten Platz verdrängt und führt nun die Top 10 mit rund 10 Mio. Schlachtschweinen an. Allein im letzten Jahr konnte das Unternehmen Tönnies den Marktanteil an seinen drei Standorten um insgesamt drei auf jetzt 20 Prozent steigern.
Die Vion mit ihren Töchtern NFZ, Südfleisch und Moksel hat trotz der Übernahme des Schlachtbetriebs Artland Fleischwaren GmbH in Badbergen zum 1. September 2006 ihren Vorjahreswert um 400.000 Schlachtschweine verfehlt. Dies beruht in erster Linie auf den Betriebsschließungen in Anklam im Februar 2006 und in Lübeck im Juli 2006. Die Vion befindet sich mitten in einem Konsolidierungsprozess, bei dem sie unwirtschaftliche Standorte schließt, um Überkapazitäten abzubauen.
Nichtsdestotrotz bleibt der Konzern am deutschen Schweinemarkt ein Schwergewicht und kommt auf einen Marktanteil von 18,8 Prozent. Damit liegt Vion weiterhin deutlich vor der Westfleisch e.G., Münster, die mit insgesamt 5,375 Mio. Schlachtungen unbestritten auf dem dritten Platz liegt, ihr Vorjahresergebnis aber nur leicht verbessern konnte. Denn die Westfleisch war im vergangenen Jahr wie kein anderes Unternehmen von den Transportbeschränkungen im Zusammenhang mit der Schweinepest betroffen. Vor diesem Hintergrund war nicht daran zu denken, die Schweineschlachtungen deutlich zu erhöhen.
Auf dem vierten Platz liegt auch wie 2005 das Unternehmen D&S Fleisch, Essen, das einen Anstieg der Schlachtungen um 100.000 Stück verzeichnete. Es kommt jetzt auf einen Marktanteil von 5,6 Prozent. Für die kommenden Jahre hat D&S schon angekündigt, die Kapazitäten weiter ausweiten und entsprechend mehr Schweine schlachten zu wollen.
In einem wachstumswilligen Umfeld konnten aber auch viele mittelständische Unternehmen ihre Schlachtungen zum Teil kräftig steigern. Insbesondere Vogler Fleisch, Luckau, verzeichnete im Vergleich zu 2005 mit plus 15 Prozent ein deutliches Wachstum. Offensichtlich konnte Vogler von der Schließung der Vion-Betriebe in Anklam und Lübeck profitieren, die sich beide im Einzugsbereich des wendländischen Unternehmens befanden. Aber auch die übrigen Unternehmen der Top 10 verzeichneten für das vergangene Jahr durchweg eine positive Entwicklung.
Insgesamt ist der Marktanteil der Top 10 an den gesamten Schweineschlachtungen Deutschlands mittlerweile auf über zwei Drittel angestiegen, und zwar gegenüber 2005 um nochmals ca. 1,5 Prozent. Das zeigt, dass sich der Strukturwandel in der Schlachtbranche auch im vergangenen Jahr fortgesetzt hat.
Bundesweit haben die Schlachtunternehmen die Schweineschlachtungen 2006 im Vergleich zum Vorjahr um stattliche vier Prozent ausgeweitet und erreichten so ein neues Rekordniveau von über 50 Mio. Stück. Neben der gestiegenen Produktivität in den deutschen Ställen haben dieses Wachstum die zunehmenden Lebendimporte insbesondere aus den Niederlanden und aus Dänemark ermöglicht. Insgesamt hat Deutschland 2006 etwa 3,7 Mio. Schlachtschweine importiert. Das entspricht einem Anstieg um 15 Prozent und ist der guten internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Betriebe zu verdanken. Eine gegenläufige Entwicklung verzeichnen indes die Schlachtunternehmen in Dänemark und den Niederlanden, die ihre Schlachtungen im Vergleich zum Vorjahr um drei bis vier Prozent zurückfahren mussten.
In der angehängten pdf-Datei finden Sie eine Tabelle mit den Top 10 der Schweineschlachtbetriebe 2006
Im Bild: ISN-Marktreferent Andreas Beckhove, der die Liste der Top 10 alljährlich erstellt










Top 10 der schlachtbranche 2006
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