Das Unternehmen Tönnies will massiv in China wachsen. Dazu sei ein neues Gemeinschaftsunternehmen geplant, sagte Firmenchef Clemens Tönnies der Wirtschaftswoche
.
Tönnies werde helfen, in China ein flächendeckendes Netz großer Zerlegebetriebe aufzubauen. Die sollen dann auch mit Schweinefleisch aus Deutschland beliefert werden. Wir bauen dafür hier am Stammsitz in Rheda gerade die neue Verpackungs- und Gefrierlogistik
, sagte Tönnies dem Magazin.
In der Vergangenheit hatte Tönnies China als reinen Exportmarkt betrachtet. Im Jahr 2010 erwirtschaftete der Betrieb mit 7600 Beschäftigten einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro.
Welchen Anteil Tönnies an dem geplanten Joint Venture halten wird, sei noch nicht entschieden, hieß es. Der chinesische Partner stecke in jeden der neuen Zerlegebetriebe 60 bis 70 Millionen Euro. Ziel des Tönnies-Engagements sei es, an der Umstrukturierung der Fleischversorgung in China mitzuverdienen. Derzeit werde dort Fleisch über Kleinhändler nahezu ohne Kühlung per Moped im ganzen Land verteilt. Das sind hygienische Bedingungen, da fällt uns nichts mehr ein
, sagte Clemens Tönnies.
Tönnies bekräftigte, an der geplanten Übernahme des münsterländischen Schlachters Tummel (Schöppingen) festhalten zu wollen. Das Bundeskartellamt hatte den Expansionsplan im November 2011 aus Wettbewerbsgründen untersagt. Gegen die Entscheidung habe man noch im alten Jahr Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt.










Zum Interview der "Wirtschaftswoche" mit Clemens Tönnies
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