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02.07.2009

Tierschutzbund fordert 15 Mio. € Staatshilfe

Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder. Das belege eine vom Deutschen Tierschutzbund in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage, teilt der Tierschutzbund in einer Pressemeldung mit.

Immer mehr Tiere würden aus finanziellen Gründen in Tierheimen abgegeben; notwendige Investitionen in den Tierschutzeinrichtungen seien nicht mehr finanzierbar. Der weitere Einbruch der Spenden hätte zudem dramatische Folgen: Der Tierheimbetrieb könnte nur noch 16 Monate auf dem jetzigen Niveau weitergeführt werden. Der Deutsche Tierschutzbund fordere vom Staat den „Gesellschaftspakt Tierschutz".
 
69 Prozent der Tiere im Tierheim würden mittlerweile mit der Begründung „finanzielle Not" abgegeben.  Zum Großteil seien Hunde die „Opfer der Finanzkrise" (85% der Neuzugänge in Tierheimen), danach folgten Katzen (56%) und Kleintiere (15%). Weiter heißt es, bei 75 Prozent der Tierheime seien dringende Investitionen notwendig, die aber derzeit aus finanziellen Gründen aufgeschoben werden müssten. Die Spenden in vielen Tierheimen seien stark rückläufig und erste Tierheime sünden vor der Insolvenz.
 
„Wir brauchen einen Gesellschaftspakt. Tierschutz ist neben ideellem Engagement auch eine Finanzfrage. Um den Tierschutz mittelfristig zu stützen, benötigen wir 15 Millionen Euro. Was wir zudem brauchen, ist eine Berücksichtigung der Tiere bei der Bemessung von Sozialleistungen", so Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.
 
„Tierschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Pflicht, der sich Bund, Land und Kommunen nicht entziehen dürfen. Und Tierheime übernehmen hierbei die staatliche Aufgabe, in Not geratene Tiere aufzunehmen. Der Staat verschiebt immer mehr Aufgaben auf den ehrenamtlich organisierten, karitativen Tierschutz, ohne sicherzustellen, dass der auch in der Lage ist, diese zu bewältigen", erläutert Apel.

 

Aus Sicht der ISN sind die Forderungen des Tierschutzbundes völlig unverständlich. Scheinbar will man bei der Verteilung von Staatshilfen jetzt auch noch schnell auf den Zug aufspringen und Gelder ergattern. Doch wo werden die 15 Mio. € letztlich landen – sofern sie denn tatsächlich gezahlt werden? Es ist zu befürchten, dass ein großer Teil des Geldes für Aktionen der Tierschützer gegen Schweinehalter und andere landwirtschaftliche Bereiche verwendet werden könnte. So darf das Staatsgeld nicht verprasst werden!



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