28.08.2007 RSS Feed

Studie bestätigt erneut: Bauernkinder weniger anfällig für Asthma und Allergien

Eine Studie mit rund 40.000 Kindern hat erneut bestätigt, dass Kinder von Landwirten weniger anfällig für Asthma und Allergien sind als Stadtkinder. Acht Prozent der Bauernkinder in Baden-Württemberg leiden an Asthmasymptomen, wie das Institut für Epidemiologie der Uni Ulm Anfang des Monats nach Angaben der Aachener Zeitung mitteilte.

Bei Kindern ohne Kontakt zu einem Bauernhof sind es demnach zwölf Prozent. Von den Kindern, die gelegentlich Kontakt zur Landwirtschaft haben, leiden rund zehn Prozent an Asthma. Ähnliche Unterschiede gibt es nach Angaben des Instituts bei Heuschnupfen und Neurodermitis. Insgesamt haben die Wissenschaftler 40.000 Kinder von rund 300 Schulen im Südwesten Deutschlands untersucht.

Bei den Analysen der Studienpartner aus Bayern, Österreich, Polen und der Schweiz hätten sich ähnliche Ergebnisse gezeigt, sagte Jon Genuneit vom Institut für Epidemiologie, der bei dem EU-geförderten Projekt mit der Bezeichnung Gabriel für Baden-Württemberg zuständig ist. Die Ursache für dieses Phänomen soll nun in der zweiten Studienphase untersucht werden, die kürzlich angelaufen ist. Dabei wollen wir auf den Bauernhöfen die schützenden Faktoren identifizieren, sagte Genuneit. Am zweiten Teil der Untersuchung nahmen allein in Baden-Württemberg noch rund 2.500 Kinder teil. Mit Ergebnissen rechnen die Forscher frühestens in zwei Jahren.

Die Forscher gehen davon aus, dass Kinder auf Bauernhöfen mehr Kontakt mit zahlreichen verschiedenen Keimen haben. Daher stelle sich das Immunsystem der Kinder vermutlich auf mehr Reize ein.
Weitere Infos über das Projekt Gabriel finden Sie hier in der Rubrik Gabriel.

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