01.08.2008 RSS Feed

"Schwere Zeiten"- Gastkommentar von Klaus Jongebloed, Redakteur Neue Osnabrücker Zeitung

Jongebloed Milch- und Schweinebetriebe teilen derzeit ein gemeinsames Schicksal:

Die Preise sind im Keller, viele fürchten um ihre Existenz. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass die Schweinehalter butterweiche Marktstützung wie die Milchbauern nicht kennen. Rauer Wettbewerb ist Alltag.

Wenn der Bauernverband jetzt mit rosa Brille die Zukunft für die Landwirte blühend sieht, dürfte das verfrüht sein. Beim Erzeugerpreis mag es ja noch stimmen.

Bei den Ferkelpreisen geht es den Schweinehaltern indes wie den Milchbauern: Es klafft eine riesige Lücke. Ein Ferkel bringt derzeit etwa 42 Euro ein. Um über die Runden zu kommen, benötigt ein Landwirt mindestens 65 Euro. Auf den Fleischgürtel Niedersachsen kommen schwere Zeiten zu. Auf die Verbraucher auch.

Dieser Kommentar erschien in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 26. Juli 2008

Im Bild: Klaus Joengebloed, Redakteur der Neuen Osnabrücker Zeitung



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