SCHWEINEPREISE IN DER KOMMENDEN WOCHE: DIE 9 MUSS AN 1. STELLE HINTERM KOMMA STEHEN
Die Lage auf dem Schlachtschweinemarkt präsentiert sich weiterhin freundlich.
Die Nachfrage der Schlachtunternehmen nach schlachtreifen Schweinen bleibt auch in dieser Woche ungebremst. Allerdings bleibt das Angebot an Schlachtschweinen weiter hinter der Nachfrage zurück, teilweise wird sogar berichtet, dass die Fleischnachfrage aus dem Lebensmitteleinzelhandel und der fleischverarbeitenden Industrie nicht komplett bedient werden kann. Dies ist umso erstaunlicher, da die Schlachtunternehmen vor nicht allzu langer Zeit noch die übervollen Kühlhäuser beklagt haben. Aber sofern diese Mengen tatsächlich im Lager vorhanden waren, ist deren Wert in Folge der positiven Marktlage in den letzten Wochen auf jeden Fall deutlich angestiegen.
Neue Goldgräberstimmung im Export
Auch der WTO-Beitritt Russlands und die damit verbundenen Senkungen der Einfuhrzölle für Fleisch lösen bei den Schlachtunternehmen offenbar eine neue Goldgräberstimmung aus. Anders ist die aktuelle Maskenänderung bei der Vion, die fette Schweine deutlich bevorzugt, jedenfalls nicht zu erklären. Und auch bei Tönnies brütet man dem Vernehmen nach hinter den Kulissen an einer neuen Maske, um mehr Tiere für den Export an den eigenen Haken zu bekommen. Im Gegensatz zu Vion wird man bei Tönnies jedoch wohl nicht den Fehler machen, die fleischreichen Tiere massiv abzustrafen. Leere Schlachtbänder kann man sich bei der derzeitigen Nachfrage nach Fleisch kaum erlauben.
Gestiegene Rohstoffpreise weitergeben
Ferkelerzeuger und Schweinemäster haben in den vergangenen Monaten viel Geld verloren, teilweise wurde von der Substanz gelebt. Angesichts der gestiegenen Rohstoffkosten muss der der Preis an der Ladentheke nachhaltig steigen, ansonsten wird es für die Schweinehalter schwierig. Fleisch als Billigangebote unter den Produktionskosten zu verramschen, nur um die Kunden in den Laden zu locken, diese Strategie sollten die Lebensmittelhändler zukünftig nochmal überdenken.
ISN-Schweinebörse zeigt Luft nach oben
Die Auktion der ISN-Schweinebörse hat gestern mit 1,95 €/kg im Durchschnitt um + 10 Cent deutlich höher geschlossen als in der Vorwoche. Für die Preisfindung zur kommenden Schlachtwoche ergibt sich also reichlich Luft nach oben, um die 1,90 € zu überspringen.











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