14.06.2006 RSS Feed

"Schweinepest-Restriktionen: Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorsam!" - Kommentar von Ulrich Pohlschneider, ISN

Img 0076 Als am gestrigen Dienstagnachmittag die Sechste Verordnung zur Änderung der Schweinepest-Schutzverordnung im eBundesanzeiger veröffentlicht wurde, wollte man seinen Augen kaum trauen.

In den vorläufigen Ergebnissen der EU-Beratungen vom 02.06.06 war neben verschiedenen anderen Punkten noch die Rede davon, den Ferkeltransport von außerhalb in das Subkompartiment 1A hinein wieder zu ermöglichen. Dies war auch von Seiten des Landwirtschaftsministeriums Nordrhein-Westfalens in den letzten Tagen so weitergegeben worden. Doch gestern war von einer derartigen Erleichterung in der neuen Verordnung nichts mehr zu finden. Die dort aufgeführten Änderungen bezogen sich lediglich auf verschiedene andere Punkte.

Heute Morgen wurde vom Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf dann klargestellt, dass der Ferkeltransport in das neue Gebiet 1 hinein wieder möglich ist. Dies gilt jedoch nur für Ferkel aus Deutschland, nicht jedoch für Ferkel aus dem Ausland.

Für die betroffenen Schweinehalter ist es unerträglich, immer wieder neuen Unsicherheiten ausgesetzt zu sein, die auf nicht nachvollziehbaren Entscheidungen der EU oder auf einer schlechten Abstimmung der verschiedenen Behörden untereinander beruhen. Dies zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Brüsseler-Berliner-Düsseldorfer-Kommunikationschaos. Gerade bei den aktuellen Erleichterungen wäre es hilfreich gewesen, die neue Verordnung unmittelbar nach den Beratungen von Seiten der EU zu notifizieren und zu veröffentlichen, auch wenn sie noch nicht sofort in Kraft tritt. Damit hätten sich alle Beteiligten frühzeitig auf die neuen Vorgaben einstellen und sich entsprechend vorbereiten können.

Für die Schweinemäster im neuen Gebiet 1 ist es wichtig, nach langen Wochen der Ungewissheit jetzt endlich wieder Ferkel aus anderen Regionen einstallen zu können, da die vorhandenen Ferkel innerhalb des Gebietes für eine Belegung der leer stehenden Mastplätze bei weitem nicht ausreichen. Neben dem enormen wirtschaftlichen Schaden hätte durch den bevorstehenden Wechsel des Wirtschaftsjahres am 30.06.2006 auch noch ein steuerlicher Schaden gedroht, wenn die Mastplätze bis dahin immer noch nicht belegt werden könnten.

Unverständlich ist es aus unserer Sicht jedoch, warum Ferkelimporte aus anderen Staaten in das neue Gebiet 1 weiterhin nicht möglich sind. Gibt es auch nur irgendeinen Grund dafür? Gerade im Münsterland haben viele Schweinemäster feste Ferkellieferanten in den Niederlanden, so dass ein guter Gesundheitsstatus der Bestände erzielt wird. Diese oft langjährigen Lieferbeziehungen werden durch die weiter andauernden Importsperren stark gefährdet.

Jetzt ist es an der Zeit, das Seuchengeschehen schnellstmöglich aufzuarbeiten, bevor alles in Vergessenheit gerät. Dazu müssen sich die verschiedenen beteiligten Behörden und die betroffenen Berufsstände an einen Tisch setzen, nach konstruktiven Verbesserungsmöglichkeiten suchen und diese dann kurzfristig in die Praxis umsetzen. Vorbildlich in Sachen moderner Krisenkommunikation und zeitgemäßem Krisenmanagement ist sicherlich der Kreis Borken. Auf dessen Homepage werden alle Interessierten stets aktuell und sehr gut verständlich über alle wichtigen Fakten informiert.

Wie sagte schon Helmuth Graf von Moltke (1800-1891, preußischer Generalfeldmarschall und Heerführer): Unsicherheit im Befehlen erzeugt Unsicherheit im Gehorsam


Kommentare...

 

ISN-Termine

Ferkelkontaktbörse und Marktplatz

Ferkelgesuch der Woche!

25.000 Ferkel pro Jahr

gesunde, fleischreiche Ferkel: Dan x PI o.ä.

26-32 kg

500 - 1.000 Ferkel je Lieferung

alle 7 - 14 Tage

Standort: Cloppenburg


Hier geht es zu den

-Ferkelangeboten

-Ferkelgesuchen

Interessante Gesuche nach Schlachtschweinen auf dem Marktplatz

ISN-Mitglied werden & Vorteile sichern

Profitieren Sie als ISN-Mitglied von unseren zahlreichen Serviceleistungen, wie

Hier können Sie Mitglied werden.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Ob Maskenänderungen, Tierschutzplan oder Tierhaltung in der Öffentlichkeit: Sagen Sie uns Ihre Meinung!