20 Milliarden in drei Jahren – das ist der Gewinn von RWE. Ähnliche Gewinne erwirtschaften auch die anderen drei Energieriesen E.ON, Vattenfall und EnBW. Zusammen haben die vier Konzerne alleine in den Jahren 2002 bis 2008 rund 100 Milliarden Euro Gewinn gemacht.
Es spricht sicherlich nichts dagegen, wenn große Konzerne gut verdienen. Exorbitante Kapitalrenditen im Energiesektor sind jedoch problematisch, wenn sie auf monopolartigen Märkten erwirtschaftet werden. Das entzieht der Wirtschaft Wettbewerbsfähigkeit und den Verbrauchern Kaufkraft.
Auf dem deutschen Strommarkt herrscht nach wie vor kein echter Wettbewerb bei der Erzeugung von Strom. Die vier großen Stromerzeuger beherrschen den Markt. Deshalb hat man auch ein ungutes Gefühl bei der Strombörsenpreisbildung.
Hauptverantwortlich für den steigenden Strompreis war in den letzten Jahren die Strombeschaffung. Die Kosten der Strombeschaffung aber werden maßgeblich über die Entwicklungen an den Strombörsen beeinflusst. An den Strombörsen kann viel Geld verdient werden. Der Vorstand der RWE unter Führung von Vorstandschef Jürgen Großmann legte Ende Februar die Bilanz des Konzerns für das abgelaufen Jahr vor. Der trotz geringerer Umsätze mit fast 40 Prozent erheblich gestiegene Konzerngewinn wird insbesondere mit der preislichen Absicherung der konzerneigenen Stromproduktion begründet. So konnte der produzierte Strom aufgrund langfristiger Verträge für 70 Euro je Megawattstunde verkauft werden, während die gleiche Menge auf dem Spotmarkt bereits für 39 Euro zu haben war.
Die Politik will nun reagieren, die schwarz-gelbe Koalition treibt einen Gesetzesentwurf voran, der die Zerschlagung marktbeherrschender Großkonzerne ermöglichen soll. Außerdem will man den Stromhandel transparenter machen, den Stromaustausch über Staatsgrenzen hinweg fördern und auch Newcomern den Einstieg erleichtern. Es bleibt abzuwarten, was von diesen Initiativen letztlich übrig bleibt.
Was kann der Verbraucher tun? Er kann den Wettbewerb fördern, in dem er zu einem alternativen Anbieter wechselt und damit den Markt stärkt. Die ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. kooperiert mit der meistro Strom GmbH aus Ingolstadt, die bundesweit Strom für Unternehmer anbietet. Aufgrund einer schlanken und effizienten Struktur sind bei meistro Strom GmbH oftmals je nach Verbrauch, Region und bisherigem Stromversorger Einsparungen im zweistelligen Prozentbereich möglich. Und zum Stichwort Klimaschutz: ISN Mitglieder können nicht nur die eigenen Stromkosten senken sondern auch ihren CO2-Ausstoß reduzieren, da der Strom von meistro aus Wasserkraft stammt und damit zu 100% CO2-frei ist.
Es liegt also auch an uns selber, auf dem Strommarkt etwas zu bewegen, denn „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“ Molière (1622–1673)