Die rückläufige Entwicklung der Schweine- und Rinderbestände setzt sich fort. Im Mai 2010 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Landesamtes in Rheinland-Pfalz nur noch 243.000 Schweine gehalten, das waren 9,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass durch eine Anhebung der unteren Erfassungsgrenzen und Optimierungen im Stichprobendesign die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist. Aufgrund der neuen Methodik müssen - statt rund 500 - nur noch rund 340 Betriebe befragt werden, um ein objektives und zuverlässiges Ergebnis zu erhalten. Bundesweit betrug der Rückgang binnen Jahresfrist nur 1,5 Prozent. In Rheinland-Pfalz werden damit nur noch 0,9 Prozent des deutschen Schweinebestandes gehalten. Der Bestand gliederte sich Anfang Mai in rund 67.000 Ferkel, 53.000 Jungschweine und 104.000 Mastschweine (ab 50 Kilogramm Lebendgewicht) sowie 20.000 Zuchtschweine.
Die Rinderbestände entwickelten sich ebenfalls rückläufig. Binnen Jahresfrist nahm der Bestand um 1,8 Prozent auf 377.100 Tiere ab (Deutschland: minus 1,0 Prozent). Der Milchkuhbestand blieb mit 118.200 Tieren nahezu konstant. Deutlich reduziert wurde dagegen die Zahl der sonstigen Kühen, wie Ammen- und Mutterkühe (minus 3,6 Prozent).
Von den 12,8 Millionen Rindern, die in Deutschland gehalten werden, stehen 2,9 Prozent in Rheinland-Pfalz. Die Rinderhaltungen in Rheinland-Pfalz sind mit durchschnittlich 59 Tieren deutlich kleiner als in Deutschland (73 Tiere). Während in Rheinland-Pfalz knapp 38 Prozent der Rinder in der Größenklasse 100 bis 200 Tiere gehalten werden, weist in Deutschland die Größenklasse 200 und mehr Tiere einen vergleichbaren Anteil auf. Bei den Milchkuhbeständen liegt der Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz in der Größenordnung 50 bis 99 Milchkühe (45 Prozent). In Deutschland entfällt auf die beiden Bestandsgrößenklassen 50 bis 99 sowie 100 und mehr Tiere jeweils etwa ein Drittel der Milchkühe.










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