Dänische Schweineproduktion vor großen Herausforderungen - Genossenschaften, Export und künftige Entwicklungen
Bernhard Glöckler, Rudolf Wiedmann, LSZ BoxbergAufstockungen nur in der Ferkelerzeugung
Die im vergangenen Jahrzehnt fast unhaltbare Aufstockung der dänischen Schweinebestände hat in den letzten zwei Jahren einen Dämpfer erhalten. 2008 ist der Schweinebestand um ca. 10% zurückgefahren worden. Diese Entwicklung hat sich auch 2009 fortgesetzt. Der drastische Rückgang des Schweinebestandes ist vor allem eine Folge der schlechten wirtschaftlichen Situation in der Schweineproduktion. Dadurch kam es zu Bestandserneuerungen, die zunächst zu Produktionseinbußen geführt haben. Im laufenden Jahr wird man aufgrund der gestiegenen Schweinepreise davon ausgehen, dass die Sauenzahlen wieder steigen und auch bisher leergebliebene Mastställe belegt werden.
Schenkt man den übereinstimmenden Aussagen von Landwirten, Bankern und Beratern Glauben, dann ist der Wachstums- und Expansionswille der dänischen Landwirte nach wie vor ungebrochen, auch wenn die Parole derzeit
durchhaltenlautet. Die Angst, den Anschluss zu verlieren und langfristig nicht mehr konkurrieren zu können ist groß.
Sie wollen weiter wachsen, sie warten nur auf die richtige Gelegenheit, so der Leiter eines Schweineberatungsteams im Westen Jütlands über die Mentalität der Landwirte in seinem Gebiet.
Dass es sich dabei nicht um Lippenbekenntnisse handelt, kann man daran ablesen, dass sich allein im Einzugsgebiet dieser Beratungseinheit derzeit 70 Bauanträge stapeln. In welcher Produktionsrichtung die Landwirte dabei ihre Zukunft sehen und wo die Reise in Dänemark hingeht, wird an einer weiteren Zahl deutlich: 64 der 70 Antragsteller wollen in die Ferkelerzeugung investieren.










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