Vor einem Jahr sorgten Fotos aus einem Schweinestall in Weitendorf für Aufregung. Darauf waren angeblich verletzte Schweine mit blutenden Wunden und abgebissenen Schwänzen zu sehen. Die Bilder und ein Video waren dem "Verein gegen Tierfabriken" (VGT) zugespielt worden. Dieser Verein erstattete daraufhin Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft in Leibnitz, Ermittlungen wurden aufgenommen.
Der VGT erstattete vor vier Monaten erneut Anzeige nach dem Bundestierschutzgesetz bei der Behörde, basierend auf weiteren Fotos aus dem angeblichen Schweinemastbetrieb. Wieder sind auf den Bildern verletzte Tiere zu sehen.
Die Bezirkshauptmannschaft forderte nun vom VGT schriftlich weitere Nachweise zur Identifizierung des Schweinemastbetriebes.
Genannt werden sollen der Name des Fotografen, etwaige Zeugen oder Ort und Uhrzeit der Fotoaufnahmen. "Sollte der Nachweis für die Identifizierung nicht gelingen, ist das eingeleitete Verwaltungsstrafverfahren einzustellen", heißt es in dem Schreiben. "Eine eindeutige Ermittlung ist nämlich nicht möglich", erklärt die Bearbeiterin Angelika Strohmeier.
Der VGT spricht indes von "Schikane": Vieles an Material erhalte der Verein anonym, denn etwaige Fotografen könnten wegen Besitzstörung angezeigt werden. Der Amtstierarzt Wolfgang Florian erklärte, dass der Betrieb regelmäßig untersucht werde. "Es gibt immer Kleinigkeiten, aber keine wesentlichen Beanstandungen." Details könne er in Hinblick auf das laufende Verfahren nicht nennen.
Der VGT will in den kommenden Wochen ein Gespräch mit Behördenvertretern und der „Tierschutzombudsfrau“ in Leibnitz führen. David Richter vom VGT Steiermark: "Wir wollen klären, ob die Tierquälerei in diesem Betrieb endlich eingestellt wurde und ob es Konsequenzen für den Landwirt gab."
Quelle: kleinezeitung.at