24.03.2005 RSS Feed

Null-Toleranz für tierische Fette und Eiweiße in Futtermitteln trotz aller Sorgfalt nicht zu erfüllen

Vilomix Besuch Cdu Ein reichhaltiges und interessantes Programm hatte der CDU Facharbeitskreis Landwirtschaft am 9. März in Neuenkirchen-Vörden zu bieten. Nachdem Peter Haberer zunächst das Projekt Kulturbahnhof vorgestellt hatte, folgten Besichtigungen der Firmen Thamann & Leiber und Deutsche Vilomix Tierernährung GmbH.

Zur Diskussion zum Thema Null-Toleranz für tierische Fette und Eiweiße in Futtermitteln, begrüßte der Vorsitzende, Helmut Schnittker, neben den Firmenvertretern Jan Thamann und Dr. Dreishing auch den CDU Kreisvorsitzenden Friedhelm Biestmann MdL und Dr. Lübbers vom Landkreis Vechta.

Während in allen anderen EU-Ländern tierische Fette verfüttert werden und diese Tiere selbstverständlich auf dem Deutschen Markt landen, gilt in Deutschland das Prinzip Null-Toleranz. Trotz aller Sorgfalt ist dies nicht zu erfüllen, was allen Experten klar ist. Leider werden solche Gesetze und Verordnungen in Deutschland meistens beschlossen, ohne die Betroffenen zu hören, bzw. die Wissenschaft zur Machbarkeit und Durchführbarkeit anzuhören.

Ganze Wirtschaftszweige und Branchen werden hier mit Auflagen, Vorgaben, Qualitätskontrollen und dergleichen überzogen, die ein wirtschaftliches Arbeiten unmöglich machen und viele zur Aufgabe zwingen. Es gibt keine Branche in Deutschland, die so vielen Vorgaben und Kontrollen ausgesetzt ist wie die Futtermittelindustrie. Der Verbraucher entscheidet beim Kauf der Produkte des täglichen Bedarf nach wie vor zu allererst nach dem Preis. Er ist nicht bereit diese gewaltigen Bürokratiekosten an der Ladentheke zu bezahlen.

Selbstverständlich muss gerade in der Futtermittelindustrie mit größter Sorgfalt gearbeitet werden. Bei Risikostoffen muss es Grenzwerte geben, um die Gesundheit von Mensch und Tier nicht zu gefährden. Diese Werte sollten jedoch realistisch und durch wissenschaftliche Untersuchungen abgesichert sein. Hier gibt es gute Vorschläge zu Grenzwerten, beispielsweise bei Zearalenon, Deoxynivalenol, Pflanzenschutzrückständen, etc., mit denen alle Beteiligten leben könnten.

Beim letzten Dioxinskandal bei Freilandeiern beispielsweise, muss man sich deutlich vor Augen halten, um was es da eigentlich gegangen ist. Die gefundenen Werte lagen bei 2-3: 1 Billionen, das heißt 2-3 verdorbene Getreidekörner verteilt auf etwa 1.000 LKW-Ladungen à 25 Tonnen. Wenn diese Relationen in das Bewusstsein der Verbraucher dringt, relativiert sich so mancher angeblicher Skandal sehr schnell.

Wir müssen in Deutschland endlich aufhören jede EU-Verordnung bei der Umsetzung in deutschen Recht aus rein ideologischen Gründen zu verschärfen. Wir brauchen gleiche Bedingungen in ganz Europa um Wettbewerbsfähigkeit nicht zu erhalten, sondern wieder zurückzugewinnen. Jeden Tag lesen und hören wir von neuen Rekorden bei der Arbeitslosenstatistik, jeden Tag vernichten wir aber gleichzeitig in Deutschland Arbeitsplätze und zwingen die Industrie ins Ausland, um von dort den deutschen Markt beliefern zu lassen.



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