26.07.2010 RSS Feed

Niedersachsen: Sauenbestand legt wieder zu

Niedersachsen

Trotz Anhebung der Erfassungsschwelle bei der aktuellen Viehzählung und dem dadurch bedingten Wegfall von Kleinbeständen aus der Statistik hat der Sauenbestand in  Niedersachsen erstmals wieder zugelegt, so die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Gleichzeitig ist der gesamte Schweinebestand etwa im Umfang der nicht mehr erfassten Tiere zurückgegangen, so dass der tatsächliche Gesamtbestand gegenüber der letzten Zählung konstant geblieben sein könnte.


Anhebung der Erfassungsschwelle


Bei der Viehzählung zum 3. Mai 2010 und der diesjährigen Landwirtschaftszählung galt zum ersten Mal eine neue Erfassungsschwelle. Während Schweine bislang ab einem Bestand von 8 Tieren erfasst wurden, werden jetzt nur noch Bestände von mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen berücksichtigt. Dadurch fällt eine Vielzahl von Kleinbeständen aus der Statistik heraus und führt zu einem erheblichen Bruch in der statistischen Reihe. Es wird davon ausgegangen, dass die Abnahme der Schweine haltenden Betriebe um 2.595 gegenüber der letzten Viehzählung vom 3. November 2009 auf etwa 2.000 nicht mehr erfasste Kleinbetriebe zurückgeht und lediglich die übrige Anzahl auf den Strukturwandel.


Weniger einschneidend wirkt sich dagegen die neue Erfassungsschwelle auf die Anzahl der in der Statistik verbleibenden Schweine aus. Das liegt daran, dass mit der Vielzahl der Kleinbetriebe zwar 15 bis 20 % aller Schweinehalter unerfasst bleiben, von ihnen jedoch nur schätzungsweise 40 bis 50.000 Tiere bzw. 0,5 bis 0,6 % aller Schweine gehalten werden. Insoweit bildet die Statistik die Quantität der Produktionsgrundlage Schwein auch zukünftig weitestgehend ab, die Struktur der Schweine haltenden Betriebe aber deutlich verringert um die nicht unerhebliche Anzahl der Kleinbestände. Deshalb sind die Ergebnisse mit denen früherer Erhebungen nur noch eingeschränkt vergleichbar. Insbesondere führt die Anhebung der Erfassungsschwelle zu wesentlich höheren Durchschnittsbeständen. So sind der durchschnittliche Bestand an Schweinen insgesamt schlagartig von 709 auf 912 und der durchschnittliche Sauenbestand von 130 auf 160 Tiere angestiegen.



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