03.12.2015rss_feed

WHO-Wurstgate: Sauber aufgearbeitet von ARD Magazin Plusminus

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Das ARD-Magazin Plusminus hat sich gestern Abend noch einmal die Wurststudie der WHO vorgenommen. Dass man Studien und Empfehlungen immer wieder hinterfragen sollte, zeige das Beispiel der angeblich gefährlichen Wurst, führte Moderatorin Pinar Atalay in das Thema ein.

 

Über 800 Studien will die Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), eine Behörde der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ihr Fazit Der regelmäßige Konsum von verarbeitetem Fleisch und rotem Fleisch könne das Risiko für Darmkrebs erhöhen ausgewertet haben.

Doch bis heute habe die WHO ihre Krebsthese zur Wurst nicht unterlegt, monieren die Autoren des Plusminus Beitrages. Mehr noch die WHO will ihren vollständigen Bericht erst in einem halben Jahr vorlegen.

 

Reine Stimmungsmache, ist die Angelegenheit daher für den interviewten Lebensmittelchemiker Udo Pollmer: So etwas macht man eigentlich immer dann, wenn man weiß, dass das Ergebnis nicht belastbar ist. Dann bläst man das erst einmal durch die Medien, es kann keiner nachprüfen, alle regen sich auf und es bleibt eine Botschaft hängen, so Pollmer. Wenn man schon Ratschläge gebe, dann sollte man diese auch belegen können, meint er.

 

Professor Gerd Gigerenzer vom Max-Plank-Institut in Berlin, der gemeinsam mit anderen Professoren die WHO-Pressemeldung ohne Belege zur Unstatistik des Monats kürte, bläst ins gleiche Horn.
Die WHO müsse aufpassen, dass sie mit solchen Meldungen nicht ihre Glaubwürdigkeit in Bevölkerung verspiele.

Die ISN meint:

Sauber! Bei dem Titel des Beitrags Krebs-Studie: Wie gefährlich sind Fleisch und Wurst? hätte die Berichterstattung auch in eine ganz andere Richtung gehen können. Umso schöner das Plusminus differenziert, ja sogar im Sinne der gesamten Branche, das Thema Wurststudie sachlich aufarbeitet.


Hier finden Sie den Beitrag "Krebs-Studie: Wie gefährlich sind Fleisch und Wurst?"online

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