16.04.2014rss_feed

Höhere Schweinefleischexporte nach Südkorea möglich

Südkorea hat im vergangenen Jahr spürbar weniger Schweinefleisch am internationalen Markt gekauft. Der Importbedarf dürfte 2014 aber wieder zunehmen und bessere Absatzmöglichkeiten für Exporteure bieten.

 

Zu diesem Ergebnis gelangen, laut Agra Europe, Fachexperten des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) in einer aktuellen Analyse des südkoreanischen Marktes. Danach kam es dort im vergangenen Jahr aufgrund einer um gut 15 % höheren Schweinefleischerzeugung zu einer Überversorgung am Markt, in deren Folge die Schweinepreise vor allem im ersten Halbjahr 2013 langjährige Tiefstände erreichten und teilweise um ein Drittel unter dem Vorjahresniveau lagen. In der zweiten Jahreshälfte reagierten die Erzeuger und begannen ihre Sauenbestände abzustocken. Nach Angaben des USDA wurden im Dezember 895 000 Sauen gehalten; das waren 7,5 % weniger als ein Jahr zuvor.

 

Dies wird nach Einschätzung der US-Analysten 2014 zu einem Rückgang der Produktion führen: Die Schweinefleischerzeugung soll um 6,5 % auf 1,16 Mio t sinken. Bei einem leicht auf 1,65 Mio t steigenden Inlandsverbrauch dürfte der Einfuhrbedarf Südkoreas deshalb wieder steigen. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 381 000 t Schweinefleisch von internationalen Anbietern bezogen; im laufenden Jahr soll die Menge wieder um rund 80 000 t oder gut 20 % auf 460 000 t zunehmen. Davon könnten insbesondere auch deutsche Exporteure profitieren, die laut südkoreanischer Zollstatistik 2013 mit gut 32 300 t Produktgewicht hinter den USA und Kanada drittgrößter Anbieter auf diesem Markt waren.

 

Bereits seit Wochen berichten Marktanalysten aus der EU über gute Absatzbedingungen in Südkorea, weil die Konkurrenzware aus den USA wegen des dortigen Preisanstiegs an Wettbewerbskraft verloren hat. Laut EU-Kommission wurden im Januar 2014 rund 15 000 t Schweinefleisch und Nebenerzeugnisse aus den Mitgliedsstaaten in das asiatische Land verkauft; das waren fast 90 % mehr als im Vorjahresmonat. Zugenommen haben dabei vor allem die Lieferungen von Schweinebäuchen, die mit 4 660 t im Vergleich zu Januar 2013 mehr als doppelt so hoch ausfielen, sowie die Ausfuhr von gefrorenem, knochenlosem Schweinefleisch, die um 60 % auf 4 240 t zulegte, so Agra Europe.



arrow_upward