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28/04/2003RSS Feed

Südfleisch: Niedrige Schweinepreise sorgten für Umsatzrückgang

Über wachsende Marktanteile in der Schlachtvieh-Erfassung im Jahr 2002 konnte der Vorstandsvorsitzende der Viehvermarktungsgenossenschaft (VVG) Oberfranken e.G., Reinhard Flohrschütz, in den Winterversammlungen seiner Organisation berichten. Um acht Prozent ging es mit dem Marktanteil bei den Schweinen aufwärts, und auch bei den Rindern, von denen immer weniger in den Ställen der Landwirte stehen, weitete die VVG mit ihrem Vermarktungspartner, der Südfleisch GmbH, ihren Marktanteil noch um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr aus.
Wir haben damit, machte Flohrschütz die Bedeutung der Südfleisch für den Regierungsbezirk deutlich, rund 40 Prozent aller in Oberfranken geschlachteten Rinder erfasst. Bei den Schweinen kam die genossenschaftliche Vermarktung auf einen Anteil von 20 Prozent.

Mehr Schweine – weniger Rinder

VVG-Geschäftsführer Fred Matthes präsentierte dazu die absoluten Zahlen: Mehr als 72.600 Schweine mit einem Wert von insgesamt 8,7 Mio. € vermarktete die Genossenschaft im Jahr 2002, was einer Steigerung der Stückzahl gegenüber dem Vorjahr (65.160) um 11,5 Prozent entspricht. Bei den Rinderschlachtungen wurde die Abnahme des Viehbestandes deutlich: Trotz gestiegener Marktanteile ging die Zahl der erfassten Tiere um knapp 8,9 Prozent auf rund 24.600 (Vorjahr: 26.970) im Gesamtwert von 16 Mio. € zurück.
Weniger Umsatz durch Schweinepreis-Verfall

Insgesamt, so berichtete Geschäftsführer Matthes weiter, erzielte die VVG einen Umsatz von 25,6 Mio. €, was, bedingt durch die niedrigen Schweinepreise, ein Minus von knapp 650.000 € gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Pro Schwein mussten die Landwirte gegenüber 2001 eine durchschnittliche Erlöseinbuße von 27 € hinnehmen. Rinderhalter konnten sich dagegen über einen gegenüber dem Vorjahr um im Schnitt 80 € höheren Erlös je Tier freuen. Die Zahl der Mitglieder lag bei 3.272.

Dichte Präsenz im Regierungsbezirk

Südfleisch-Erfassungsleiter Hermann Rothenaicher sah einen Grund für die positive Entwicklung des Verbundes in der hohen Präsenz der Südfleisch im Regierungsbezirk. Mit drei Vermarktungsbetrieben in Bamberg, Bayreuth und Coburg, alle drei angesiedelt an kommunalen Schlachthöfen, sei die Südfleisch in Oberfranken flächendeckend vertreten und für die Landwirte von überall her auf kurzen Wegen erreichbar.

Schwerpunkt im Regionalgeschäft

Als Schwerpunkt der Südfleisch-Vermarktung in Oberfranken bezeichnete Rothenaicher das Regionalgeschäft. Mit der Spezialisierung auf die Belieferung von Metzgerhandwerk, Gastronomie und Filialen des Lebensmittel-Einzelhandels hätten sich alle drei Geschäftsstellen positiv entwickelt. Auch die Fleischmärkte an den Betrieben seien lebhaft angenommen worden. Ein weiterer Ausbau dieser Verkaufsschienen sei deshalb geplant. Nur in geringem Umfang sind die oberfränkischen Südfleisch-Betriebe auch im Export, beispielsweise mit Schinken nach Südtirol und Kuhhälften nach Frankreich und in die Niederlande, engagiert.



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