„Neujahrs-spitzengespräch“ Schweinehaltung im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium

v.l. Dr. Baumgarte, Dr. Ingwersen, Breuer, Wegner, Minister Ehlen, Ahrens, Dierkes, Hake, Lütjens, Hortmann-Scholten
Um die aktuellen Belange der Schweinehalter mit dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen zu diskutieren, trafen sich am 05. Januar in Hannover, Vertreter des Zentralverbandes der Deutschen Schweineproduktion eV. (ZDS), des Landesverbandes Niedersächsischer Schweineerzeuger (LNS) und der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG), ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN) im Landwirtschaftsministerium in Hannover, zum inzwischen fast traditionellen Neujahrsgespräch.
An dem Gespräch nahmen neben dem Minister selbst, Herr Dr. Jörg Baumgarte (Tierschutzreferent), Frau Dr. Nina Ahrens (Tierseuchenreferentin) und die persönliche Referentin des Ministers, Anna Christina Wegner teil. Für den ZDS nahm Geschäftsführer Dr. Jens Ingwersen teil. Der LNS wurde vertreten durch Vorstandsmitglied Heinrich Lütjens und Geschäftsführer Dr. Albert Hortmann-Scholten. Für die ISN waren vor Ort: ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes, stellvertretender Vorsitzender Friedrich Hake, ISN-Geschäftsführer Detlef Breuer und Öffentlichkeitsreferentin Katja Ahnfeldt.
Im ersten Tagesordnungspunkt ging es um die Förderung der Erzeugerringe. Die Fortführung der Förderung auf Basis der Grundsätze gestalte sich künftig sehr schwierig. Der Minister nahm das Anliegen der betroffenen Organisationen sehr ernst, stellte aber fest, dass eine institutionelle Förderung der Beratungsringe, so wie bisher, langfristig nicht zu halten sei. Diesbezüglich sei nur noch eine Projektförderung zu erwarten.
Beim Thema Lebendexport von Schweinen dankte ISN-Geschäftsführer Detlef Breuer Minister Ehlen für die Unterstützung, die die Schweinehalter in diesem Bereich aus dem niedersächsischen Ministerium, insbesondere auch von Staatssekretär Ripke, erfahren haben.
In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Schwarzwild- bzw. Wildschweinepestproblematik. Ein Diskussionspunkt war die Trichinenbeschau in Niedersachsen. Hierfür soll es künftig nur noch eine zentrale Trichinenuntersuchungsstelle in Hannover geben, die an nur drei Tagen in der Woche geöffnet hat. Hier versprach Dr. Baumgarte, dass es zusätzlich möglich sei, die Trichinenprobe per Post einzuschicken, gemeinsam mit einem Wildursprungsschein. Die Kosten dessen belaufen sich auf ca. 2,50 €.
In Zukunft sollen für den Fall des Auftretens der Schweinepest so genannte „Kompartimente“ eingerichtet werden. ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes forderte hier, diese Kompartimente nicht zu groß einzurichten und bat um Einbeziehung der ISN bei diesem Aspekt.
Weitere besprochene Themen waren u.a. die niedersächsischen Ausführungshinweise zur Schweinehaltungsverordnung, der Ammoniakleitfaden und das niedersächsische Waldgesetz.










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