Nach ZMP-„Aus“ – ISN investiert in Berichterstattung zum Schweine- und Schweinefleischmarkt
Nachdem die ZMP (Zentrale Markt- und Preisberichtstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft GmbH, Bonn) aufgrund des Bundesverfassungsgerichtsurteils zum Absatzfonds in der vorletzten Woche ihr Aus nach nahezu 60 Jahren Marktberichterstattung
erklärt hat, hat sie in der vergangenen Woche noch einmal nachgelegt. Weil es an der finanziellen Zuwendung
fehle, wird die ZMP nicht in der Lage sein, das bisherige Informationsangebot auch nur annährend aufrecht zu erhalten.
Am Freitag wurde bekannt, dass die CMA und ZMP zur Mitte des Jahres liquidiert werden sollen.
Die ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. geht deshalb jetzt in die Offensive:
Man wolle alle Marktbeteiligten, die an Informationen zum Schweine- und Schweinefleischmarkt interessiert seien, nicht im Regen stehen lassen
. Dieser Wunsch sei nicht nur von den Schweinehaltern an die ISN herangetragen worden, sondern auch von Schlachtunternehmen, Verarbeitern und dem Lebensmitteleinzelhandel. Es gelte das drohende Vakuum auszufüllen!
Die wirtschaftliche Tochter der ISN, die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Wirtschafts GmbH, berichtet derzeit dreimal wöchentlich, jeweils montags, mittwochs und freitags über den Schweinemarkt, die verschiedenen Notierungen und das aktuelle Geschehen in der Branche. Des weiteren werden montags ab ca. 14:15 Uhr die aktuelle Lage am europäischen Schweinemarkt mit korrigierten und damit vergleichbaren Notierungen aus verschiedenen EU-Ländern, die aktuelle Lage am Ferkelmarkt sowie Ferkelnotierungen und Tendenzen veröffentlicht. Mittwochs werden die augenblickliche Lage am Schlachtschweinemarkt, das Ergebnis der Auktion der Internet Schweinebörse sowie Importe von Ferkeln und Schlachtschweinen aus den Niederlanden publiziert. Freitags werden die gegenwärtige Lage am Schlachtschweinemarkt, der Vereinigungspreis für Schlachtschweine und Sauen, die ISN-Notierung und der ISW-Preis für Schlachtschweine aufgezeigt.
Die ISW-Marktinformationen sind für jedermann unter der Fax-Nr. 0900/ 1 900 939 als Faxabruf bzw. als Anrufbeantworter unter der Rufnummer 0900/ 1 900 929 verfügbar (jeweils 0,69 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen). Alternativ ist der Marktbericht für ISN-Mitglieder auch im vierteljährlichen Abonnement per Fax erhältlich. ISN-Mitglieder erhalten den Marktbericht zu reduzierten Konditionen, die den Jahresbeitrag von 40,- € mehr als kompensieren. Exklusiv können die Mitglieder den Marktbericht auch im www.schweine.net downloaden.
Die ISN kann sich zukünftig auch auftrags- bzw. projektbezogene Studien zur Marktbeobachtung und –berichterstattung vorstellen. Außerdem erscheine eine Zusammenarbeit mit führenden Konsum- bzw. Produktforschungsunternehmen, wie z. B. GfK SE, Nürnberg oder Produkt und Markt, Wallenhorst aus Synergiegründen sinnvoll. Der Beobachtung und der Analyse des Fleischmarktes kommt nach Auffassung der ISN bei der Marktberichterstattung zudem eine erhebliche Bedeutung zu.
Bei der ISN zeigt man sich zuversichtlich, den gestiegenen Ansprüchen entsprechen zu können. Man sei durchaus bereit, in diesem Bereich weiter zu investieren. Derzeit arbeitet man an einem Konzept zum entsprechenden Ausbau des Dienstleistungsangebotes der ISW.










Aktuelles...