Maskenball: Probleme bei der Klassifizierung?!

Es geht drunter und drüber. Hat es zunächst so ausgesehen, dass die Umstellung der AutoFOM-Geräte auf die neuen Klassifizierungsformeln recht reibungslos verläuft, kommt es seit dieser Woche scheinbar doch zu Problemen bei der Klassifizierung. Seit dem Umbau der AutoFOM-Anlagen weichen die Schätzergebnisse für den Muskelfleischanteil (MFA) sowie die Teilstückgewichte zum Teil erheblich von den vorkalkulierten zu erwartenden Werten ab - Berechnungen der Schlachtunternehmen wohlgemerkt!
Die Abweichungen haben zur Folge, dass ein Großteil der Abrechnungen, die nach der neuen – gerade erst eingeführten – Abrechnungsmaske erstellt wurden, daher bei weitem nicht den Erwartungen der Schlachtunternehmen entsprechen und zu hohe
Ergebnisse ausweisen – zugunsten der Landwirte! Die Westfleisch teilte dann auch umgehend in einem Schreiben an ihre Lieferanten mit, dass der Westfleisch-Basispreis (Vertragsmast) auf einen Wert von 1,49 €/kg statt 1,51 €/kg abgesenkt wird. Bislang unklar ist, wie sich die anderen Schlachtunternehmen verhalten werden.
Aus Sicht der ISN ein Unding und nicht akzeptabel. Wenn es tatsächlich einen Fehler geben sollte, dann müssen und werden die Schlachtunternehmen die Ursache finden und beheben. Aber nicht zu Lasten der Landwirte! Das Problem jetzt einfach auf die Schweinehalter abzuwälzen machen wir schon gar nicht mit. Nicht mit uns!
warnt ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack. Zudem können neben vermeintlichen EDV-Fehlern auch andere Faktoren zum Tragen kommen
so Staack weiter Vielleicht haben die Bauern auch einfach gut sortiert und passgenau abgeliefert?
. Genau dies hatten schließlich die grünen Organisationen seit Anfang des Jahres ihren Mitgliedern permanent gepredigt.
Schon im Vorfeld hatte der Maskenball einen stark bitteren Beigeschmack. Seit Monaten war bekannt, dass es neue Abrechnungsmasken geben würde, deren Inhalt wurde aber einfach – bis teilweise wenige Stunden vor ihrem Inkrafttreten – nicht veröffentlicht. Marktpartnerschaft und die viel beschworene Zusammenarbeit sieht anders aus!
Vor diesem Hintergrund stehen die nächsten Maskenänderungen sogar wahrscheinlich eher an als erwartet.










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