Am Montag Abend hat der WDR in der Sendung Markt
ein Interview mit ISN-Vorsitzendem Heinrich Dierkes zum Thema Gentechnik gezeigt.
Zwei Drittel aller Deutschen wollen keine gentechnisch veränderten Nahrungsmittel. Doch haben sie überhaupt noch die Wahl? markt-Scanner durchleuchtet das Essen von heute auf Spuren von Gentechnik, so wdr.de.
Im Hamburger Hafen liefern Woche für Woche mehrere Schiffe genverändertes Soja an. Was passiert damit? Im niedersächsischen Schweinemastbetrieb von Heinrich Dierkes zum Beispiel wird es dem Futter für 1.500 Schweine beigefügt, und das schon seit fast zehn Jahren. Soja enthält viel Eiweiß, so legen die Tiere schnell an Muskelmasse zu. Für den Schweinemäster ist das völlig normal: Die Fütterung von gentechnisch veränderten Pflanzen ist Standard in der Welt: Ich denke, bei Schweinefutter etwa 95 Prozent und bei anderen Futterarten auf Sojabasis weit über 80 Prozent.
Gensoja ist zwar nicht besser als herkömmliches Sojafutter, aber billiger, rechnet Heinrich Dierkes vor: Aktuell ist zum Beispiel Soja ohne Gentechnik fünf Euro je Doppelzentner teurer. Das wären pro Schwein etwa 2,50 Euro. Wenn ich 20 Euro am Schwein verdiene, sind das über zehn Prozent. Wenn jeder Bundesbürger zehn Prozent seines Lohnes weniger nehmen würde, weil er keine Gentechnik haben wollte, wäre das sehr schnell erledigt, glaube ich.
Weder beim Metzger noch im Supermarkt findet sich ein Hinweis auf das Genfutter. Eine Kennzeichnungspflicht gibt es nicht, dafür habe die Futtermittelindustrie gesorgt, meint Alexander Hissting von Greenpeace: Die Futtermittelindustrie hat kein Interesse an zwei getrennten Warenströmen, an zwei verschiedenen Qualitäten, die sie ihren Kunden, den Landwirten, anbieten müssen. Die haben alles darangesetzt, dass bei einer Kennzeichnungsvorschrift die tierischen Produkte ausgeschlossen sind von der Kennzeichnungsregel und der Verbraucher weiterhin im Dunkeln tappt.










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