31.08.2009 RSS Feed

LNS-Jahresmitgliederversammlung: Überbetriebliche Ausbildung vor Neuorganisation

v.l.n.r.:Gerhard Boden, Wilhelm Willoh, Heinrich Dierkes, Franz Meyer zu Holte, Wilfried Schlichte, Paul Gerdes, Guido Röttgers, Josef Hinken, Gerhard Plöns, 2. Vorsitzender Heinrich Lütjens

v.l.n.r.:Gerhard Boden, Wilhelm Willoh, Heinrich Dierkes, Franz Meyer zu Holte, Wilfried Schlichte, Paul Gerdes, Guido Röttgers, Josef Hinken, Gerhard Plöns, 2. Vorsitzender Heinrich Lütjens

Kürzlich fand die 13. ordentliche Mitgliederversammlung des Landesverbandes der Nieder­sächsischen Schweineerzeuger (LNS) im Hotel „Gut Altona“, Wildeshausen statt.


Der LNS vertritt mit seinen rund 40 Mitgliedern wichtige Querschnittsaufgaben im Rahmen der organisierten Niedersächsischen Schweineproduktion. In den letzten 12 Monaten wurden zahl­reiche Themen aufgegriffen, die auf Landesebene für schweinehaltende Betriebe eine Bedeu­tung haben. So nahmen LNS Vertreter beispielsweise Termine im Hinblick auf die Umsetzung der Niedersächsischen Rahmenvereinbarung zur Klassifizierung, Verwiegung und Kennzeich­nung von Schweinen teil. Des Weiteren wirkte man mit bei der praxisnahen Ausgestaltung der Niedersächsischen Ausführungshinweise zur Tierschutz-, Nutztierhaltungsverordnung. Des Weiteren gab der Landesverband Stellungnahmen zum aktuelllen Leitfaden zur Ermittlung und Bewertung von Stickstoffeinträgen ab und unterstützte ein Versuchsvorhaben, welches derzeit auf Landesebene angestoßen wurde.

 

Hauptthema der diesjährigen Mitgliederversammlung waren Fragen der Überbetrieblichen Aus- und Weiterbildung. Hierzu hatte der LNS Herrn Richard Didam, Sachgebietsleiter für die Aus- und Fortbildung zum Landwirt und zur Fachkraft Argar-Service eingeladen, der einen aktuellen Überblick und Sachstandsbericht zu diesem Thema abgab. Die Aufgaben der Überbetrieblichen Ausbildung liegen vor allen Dingen in der Ergänzung, die in der Ausbildung entstehen. Darüber hinaus geht es allerdings auch um die Vertiefung von Kenntnissen und Fertigkeiten sowie die Vermittlung von Sachkunde beim Halten von Tieren, beim Tiertransport sowie beim Einsatz von Tierarztneimitteln. Dabei sollten die Auszubildenden zu den Themenbereichen Tierschutznutz­tierhaltungsVO und Qualitätssicherung auf den aktuellen Stand gebracht werden. Allerdings kommen vorwiegend von den hochspezialisierten Betrieben aus den Veredlungsregionen im­mer wieder kritische Anmerkungen zu den Lehrgängen. Die Ausbildungsstätten seien derzeit nicht auf dem modernsten Standard; die Tierbestände seien zu gering und die Ausbildungsin­halte nicht tiefgehend genug. Mit den kritischen Inhalten setzt sich die Landwirtschaftskammer eingehend auseinander. Dabei werden Konzepte entwickelt, wie man die Ausbildung verbessern kann. Es bestehen Überlegungen mittelfristig die Ausbildungsstandorte an einem Standort zusammenzuführen, um damit die ÜB Ausbildung zu optimieren.


Die LNS Vertreter sprachen sich dafür aus, möglichst rasch die Überbetrieblichen Ausbildungs­stätten an die Erfordernisse einer modernen Berufsausbildung anzupassen. Dabei sei es sinnvoll, keine reine Lehreinrichtung vorzuhalten, son­dern die Neubaupläne so zu gestalten, dass sie mit einem modernen Versuchswesen kombi­nierbar sind. So sei gewährleistet, dass innovatives Wissen jeder Zeit schnell in die Ausbil­dungsinhalte integriert werden könnten.



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