Um andere Kulturen und landwirtschaftliche Systeme kennenzulernen und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, ergreifen immer mehr Jugendliche die Chance, ein von der Landjugend Österreich vermitteltes Auslandspraktikum zu machen. Im vergangenen Sommer wurde ein neuer Rekord gebrochen, da bereits 250 Teilnehmer im Rahmen ihrer landwirtschaftlichen Ausbildung den Sommer auf einem Agrarbetrieb fern der Heimat verbrachten und internationale Erfahrung fürs Leben sammeln konnten. "Wir vermitteln Praxisplätze auf landwirtschaftlichen Betrieben innerhalb der EU, aber auch in Ländern in Übersee, wie Australien, Neuseeland, USA oder Kanada", berichtet Sophia Hellmayr, Projektleiterin für Young & International der Landjugend, berichtet der aiz.
Da der finanzielle Aspekt für manche Jugendliche einen Hinderungsgrund darstellt, erhält jeder Praktikant vom Betrieb ein Taschengeld für seine geleistete Arbeit. Außerdem können die Teilnehmer durch das EU-Förderprogramm Leonardo da Vinci eine großzügige finanzielle Unterstützung für Praktika in Europa erhalten. Bevor die Jugendlichen schließlich ins Ausland gehen, werden sie zudem in eigenen Seminaren bestmöglich auf ihren Aufenthalt vorbereitet. Nach erfolgreichem Abschluss des Praktikums erhalten alle Teilnehmer ein Zertifikat. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche zwischen 17 und 30 Jahren, die eine landwirtschaftliche Schule besucht haben oder ein Jahr praktische Erfahrung auf einem Agrarbetrieb nachweisen können, so der aiz.
Wer den Sommer 2009 für ein fachliches Praktikum nutzen möchte, muss sich rechtzeitig um die Formalitäten kümmern. Anmeldeschluss ist der 31.12.2008. Alle Bewerbungsunterlagen und nähere Länderinformationen gibt es auf www.landjugend.at unter dem Link "Themen" und "Young & International", berichtet der aiz.
"Mein Praktikum war eine wahre Bereicherung, ich habe nicht nur durch die Arbeit am Hof viel gelernt, sondern mich auch sprachlich weitergebildet", so Margret Buchleitner, die ein landwirtschaftliches Praktikum in den Niederlanden absolviert hat. Auch Josef Pühringer, der sich für Irland entschieden hat, denkt gerne an seinen lehrreichen Aufenthalt zurück: "Das gute Verhältnis zu meiner Praxisfamilie war ein entscheidender Punkt zur Entfaltung meiner Persönlichkeit. Ich bin der Meinung, dieses Praktikum ist eine gute Unterstützung für meine weitere Ausbildung. Zurückblickend kann ich ein Auslandspraktikum jedem nur empfehlen, so der aiz weiter.