09.07.2010 RSS Feed

Augsburg: Krumme Geschäfte eines Viehhändlers

Schweine werden verladen

Die Branche der Viehhändler muss seit Jahrhunderten mit einem schlechten Ruf leben. Schlitzohrig zu sein, wenn es beim Bauern ums Aushandeln der Preise ging, war da noch der mildeste Vorwurf, so augsburger-allgemeine.de. Und heute? Zumindest ein Viehhändler aus dem Augsburger Umland hat jetzt diesen Ruf bestätigt. Wegen Urkundenfälschung in 3 323 Fällen und gewerbsmäßigen Betrugs in 1315 Fällen verurteilte ihn gestern das Augsburger Landgericht zu zwei Jahren Bewährungsstrafe und 25 000 Euro Geldbuße.


Dabei hat der 73-Jährige noch Glück, dass er nicht mehrere Jahre ins Gefängnis muss. Was der Angeklagte weniger seinem Alter, als der Tatsache zu verdanken hat, dass er, als die Polizei im vergangenen Jahr zu ihm kam, sofort ein Geständnis ablegte. Und im Prozess gestern versicherte er unter Tränen, den Landwirten ihren Schaden ersetzen zu wollen. Um das sicherzustellen, verzichtete die erste Strafkammer des Landgerichts, wie sonst üblich, einen Geldbetrag in Höhe der Schadenssumme von 107 000 Euro für die Staatskasse einzuziehen.


Quelle:augsburger-allgemeine.de



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