27.08.2010 RSS Feed

Kein Zusammenhang zwischen gesättigten Fettsäuren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der European Food Information Council (EUFIC) berichtet von einer Arbeit in den USA aufmerksam, die sich mit dem Zusammenhang zwischen der Aufnahme gesättigter Fettsäuren in der menschlichen Ernährung und dem Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen befasst. Bisher geht man davon aus, dass die Reduzierung gesättigter Fettsäuren helfen kann, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern. In einer neuerlichen Studie konnte ein Zusammenhang allerdings nicht festgestellt werden.

 

Eine Gruppe von Forschern des Kinderhospitals in Oakland / Kalifornien führte gemeinsam mit dem Institut für Ernährung und Epidemiologie der Harvard School für öffentliche Gesundheit in Boston /Massachusetts eine epidemiologische Studie durch, die sich mit dem Verzehr gesättigter Fettsäuren und koronaren Herzerkrankungen, Schlaganfall sowie allgemeinen Herzerkrankungen befasst.

 

Eine Kohorte ursprünglich gesunder Menschen wurde über einen längeren Zeitraum beobachtet, insgesamt knapp 350.000 Personen, von denen 11.000 Herzerkrankungen entwickelten. Die Beobachtungen bezogen sich auf die Ernährung und den Lebensstil.

 

Die Ergebnisse der Studie zeigten keinen signifikanten Bezug zwischen einem hohen Verzehr an gesättigten Fettsäuren und einem gesteigerten Risiko koronarer Herzerkrankungen, Schlaganfällen oder allgemeiner Herzerkrankungen. Die Ergebnisse der Studie machen daher deutlich, dass die Reduzierung des Verzehrs gesättigter Fettsäuren allein das Risiko vin Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht reduzieren kann.

 

Auffassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist, dass die Reduzierung des Verzehrs gesättigter Fettsäuren und ihr Ersatz durch mehrfach gesättigten Fettsäuren zu einem Rückgang von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Man hatte aus früheren Studien geschlossen, dass der Ersatz von gesättigten Fettsäuren durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren vorteilhafter ist als der Ersatz durch Kohlenhydrate.

 

Fett ist ein essenzieller Bestandteil der menschlichen Ernährung. Bestimmte Mengen sind nötig, um einen guten Gesundheitszustand zu erhalten. Man sollte grundsätzlich 30% der Energiezufuhr durch Fette decken, davon 10-11% von gesättigten Fettsäuren.

 

Quelle: TNN (Tierische Nebenprodukte Nachrichten) III/2010



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