20.07.2010 RSS Feed

Kanadas Schweinebestände sollen auch weiterhin sinken

Flagge Kanada

Die Zahl der Schlachtschweine in Kanada ist in den vergangenen fünf Jahren stetig gesunken, meldet Dow Jones. Branchenvertretern zufolge ist auch kein Ende dieses Trends in Sicht. Angesichts der derzeitigen Lage der Schweinebranche sei am Horizont keine Erhöhung der Schweineproduktion zu sehen, sagte Martin Rice, Executive Director beim Canadian Pork Council. Es sei auch in den kommenden zwei bis drei Jahren mit einem kleinen Rückgang auf Jahressicht zu rechnen. Zum 1. April habe sich der Zuchtschweinebestand erneut um ungefähr

6% verkleinert.

Gründe für diese Entwicklung seien fehlende Profitabilität und eine strengere

Kreditvergabe der Banken für Expansionsvorhaben. Zwar werde in Kanada mehr

Futtergetreide verfügbar sein, doch dies bedeute nicht automatisch eine Ausweitung der Schweinemast. Günstiges Futtermittel helfe den Mästern, ihr Geschäft fortzuführen, begünstige aber keine neuen Investitionen in die Schweineproduktion.

 

Laut Rice hat der Zuchtschweinebestand zum 1. April 2010 rund 1,3 Mio. Tiere umfasst, nachdem er im Januar 2005 mit 1,63 Mio. Tieren seinen bisherigen Höchststand erreicht hatte.

Das sei ein Minus von mehr als 20%, betonte er. Der gesamte Schlachtschweinebestand habe sich zum 1.April dieses Jahres auf 11,7 Mio. Tiere belaufen im Vergleich zum Spitzenwert

von 15,2 Mio. am 1. Juli 2005. Somit sei die Zahl der Schlachtschweine in weniger als fünf Jahren um 24% gesunken. Der einzige Weg, das Sinken der kanadischen Zuchtschweinebestände zu stoppen, sei, die Profitabilität der Schweinemast signifikant zu verbessern.

 

Godwin Pon, Vieh-Analyst beim Agrarministerium der kanadischen Provinz Saskatchewan, hofft darauf, dass sich der Abwärtstrend in der Profitabilität der Schweinezucht demnächst wieder ändern wird. Die Änderung hänge von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab sowie davon, wie schnell sich die Konjunktur in den Ländern erholt, die Schweinefleisch importieren. Unglücklicherweise gebe es keine klare Antwort, wann die Volkswirtschaften stark genug seien, schränkte er ein. Zu den wichtigsten Abnehmern von kanadischem Schweinefleisch gehörten die USA, Japan und China, aber auch Südkorea und Russland. Weitere Einflussfaktoren auf die Entwicklung der kanadischen Schlachtschweineherde seien die Folge des H1N1-Virus und die Stärke des kanadischen Dollars, schreibt Dow Jones.



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