JuSos schnuppern Stallluft in Soest
Auf Haus Düsse besichtigten die Nachwuchspolitiker gemeinsam mit Vertretern der Jungen ISN den Sauenbereich mit den 250 Sauen. Johannes Löhrs, der im Sauenbereich die überbetriebliche Ausbildung betreut, erläuterte im konventionellen Sauenstall die Zusammenhänge von der Belegung der Sau bis zum Absetzen der Ferkel. Besonders spannend war für die jungen Sozialdemokraten die „Piepshow“ im Wartestall. Dort ist auf Hause Düsse ein Sucheber in einer abgetrennten Box untergebracht und die Sauen können diesen durch eine Art Fenster beobachten. Dies deutet bei längerem Aufenthalt der Sau beim Eber auf eine anstehende Rausche hin.
Im Abferkelbereich wurden dann auch die verschiedenen Behandlungen der Ferkel in den ersten Lebenstagen bis -wochen erläutert. Dazu zählen die Kastration der Ferkel unter der Verwendung von Schmerzmitteln und auch das Kürzen der Schwänze. Dabei wurden von Philipp Giede-Jeppe die Gründe des Schwänze kupierens erläutert.
Auf dem Betrieb von Michael Koch wurden dann die ersten Eindrücke vom Haus Düsse vertieft. Koch bewirtschaftet mit einem zweiten Landwirt zusammen einen Betrieb mit 625 Sauen. Zurzeit baut er seinen Wartebereich um, damit er der 2013 verpflichteten Gruppenhaltung gerecht wird. Im Sauenstall stellte der Bundesvorsitzender der JuSos Sascha Vogt überrascht fest, dass die Sauen doch größer seien als er gedacht hätte. Dennoch zeigten die JuSos keine Berührungsängste und nahmen für ein Foto gerne ein Ferkel auf den Arm.
Michael Koch gab zu bedenken, dass trotz des Dioxinskandals die deutschen Lebensmittel einem sehr hohen Qualtiätsstandard entsprechen und dies dem deutschen Verbraucher häufig gar nicht so bewusst ist. Dem konnten die Jungen ISNler nur zustimmen.
In seinem Blog berichtet Sascha Vogt von seinen Eindrücken
Bei einem schönen Stück Schweinefleisch konnten sich auch die JuSos am Abend davon überzeugen, dass ein Schnitzel oder Filet aus Deutschland hohen Qualitätsansprüchen genügt. In dieser Runde wurde dann in der abendlichen Diskussion unter anderem noch über die 4 D-Strategie, die erneuerbaren Energien und die Einstellung der Verbraucher zu Nahrungsmitteln diskutiert. 4 D bedeutet, dass die Schweine in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet werden. Dieses wird mittlerweile von immer mehr Lebensmittelunternehmen gefordert.













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