
v.l.: Jörg Schepers, Claudia Bögel, Jörg Wichinski, Damian Januschewski, Philipp Gersmann, Johannes Vogel, Julia Hesse, Philipp Giede-Jeppe, Laura Betz, Dirk Schulze Tenkhoff
Zu einem intensiven Einblick in die Erzeugung von Schweinefleisch hatte die Junge ISN am 04.09.2009 Vertreter der Jungen Liberalen in die Region Gronau eingeladen. Intensiv diskutierten die Vertreter der Nachwuchsorganisation der ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands mit dem Bundesvorstand der Jungen Liberalen (JuLis), Johannes Vogel, Laura Betz, Julia Hesse, Alexander Plahr und Jörg Wichinski sowie Damian Januschewski vom Kreiverband Borken und Claudia Bögel, Bundestagskandidatin der FDP. Bereits in den vergangenen Jahren hatte es verschiedene Kontakte der Jungen ISN zu den verschiedenen Jugendorganisationen der Parteien gegeben.
Bei der Besichtigung des Mastbetriebes von Jörg Schepers in Gronau-Epe gewannen die jungen Politiker einen Eindruck von der praktischen Schweinehaltung. Obwohl sie selbst keinen landwirtschaftlichen Hintergrund haben, waren die Jungen Politiker an den Problemen mit denen die Schweinehalter im Alltag tagtäglich konfrontiert sind, sehr interessiert. Angeregt diskutierten die Jungpolitiker mit den Vertretern der Jungen ISN die Problematik der GVO-Nulltoleranz, der Subventionen und der Flächenkonkurrenz von Biogasanlagen und Landwirtschaft.

Markus Wesseler (Geschäftsführer Tewe), Johannes Vogel (Bundesvorsitzender JuLis), Dirk Schulze Tenkhoff (Sprecherteam Junge ISN)
„Wir wollen auf politischer Ebene für Unterstützung werben“, erläuterte Philipp Giede-Jeppe von der Jungen ISN gegenüber den Nachwuchspolitikern. Gerade eine so landwirtschaftlich geprägte Region wie das Münsterland ist von dem Sektor abhängig und gibt einen enormes Potential für die vor- und nachgelagerten Bereiche wie z. B. Futtermittelwerke. Genau diese Botschaft wollen die jungen Schweinehalter den Politikern vermitteln. „Das Bekenntnis zu freiem Wettbewerb und das ausgeprägte unternehmerische Handeln der Schweinehalter sind entscheidende Gemeinsamkeiten“, sagte Vogel bei dem Treffen.
Begonnen wurde der Tag mit einem Besuch bei der Firma Tewe Fütterungstechnik in Vreden. Dort erläuterte Geschäftsführer Markus Wesseler die aktuellen Fütterungstechniken. Im Anschluss wurde das Kraftfutterwerk Schräder besichtigt. Ausführlich erläuterte der wissenschaftliche Mitarbeiter Alfons Benkhoff, die Abläufe bei der Herstellung von Mischfuttermitteln. „Ein großes Problem bereitet uns die GVO-Nulltoleranz“, erläuterte Dr. Franz-Josef Messing im Anschluss an die Werksführung. „Dadurch bekommen wir einen großen Kostenanstieg, der die gesamte deutsche Veredelungwirtschaft auf´s Spiel setzt.“ Damit erhielten die Jungen Liberalen einen umfassenden Überblick über die Wertschöpfungskette Schwein.
Nach einem informationsreichen Tag kamen die Vertreter der JuLis und der Jungen ISN überein, dass sie den persönlichen Kontakt weiter ausbauen und sich auch künftig austauschen werden. Das nächste Treffen soll unter anderem die Besichtigung eines Schlachthofes beinhalten um einen der nachgelagerten Bereiche der Landwirtschaft kennenzulernen.