Junge ISN zu Besuch bei niederländischen Nachbarn
Im Anschluss ging die Fahrt weiter zu einem der größten Blumenbetriebe in den Niederlanden. Der Betrieb van dem Berge züchtet Rosen in Gewächshäusern, die eine Fläche von 12 ha umfassen. Die Exkursionsteilnehmer waren bereits von der Größe in den Niederlanden fasziniert, als der Betriebinhaber dann noch von zwei weiteren Betrieben in Kenia mit 70 ha und in China mit 35 ha erzählte, waren die jungen Schweinehalter beinahe sprachlos. Die Rosen in Holland können aufgrund von Lichtprogrammen und Heizung das ganze Jahr geerntet werden. Die Verlagerung der Produktion ins Ausland, insbesondere nach Afrika, ist auf die hohen Energiekosten in den Niederlanden zurückzuführen. Dadurch ist die Produktion in Holland in den letzten Jahren von 1.000 ha auf etwa 400 ha geschrumpft.
Den Abend des ersten Tages ließen die Nachwuchsschweinehalter mit einem interessanten Gespräch über die niederländische Schweinehaltung mit Wyno Zwanenburg, dem Vorsitzenden der NVV, in Den Haag ausklingen.
Bei der folgenden Besichtigung des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag ließen sich die jungen Schweinehalter/innen die verschiedenen Räumlichkeiten und Ihre Bedeutung erklären. Insgesamt 65 Länder erkennen die Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofes an, darunter auch Deutschland. Daneben gibt es Länder, die die Entscheidungen gar nicht oder in Abhängigkeit vom Ergebnis akzeptieren, zu diesen Staaten zählen z.B. die USA.
Am letzten Exkursionstag besichtigte die Junge ISN die Blumenauktion in Aalsmeer in der Nähe von Amsterdam. Täglich werden bei den Auktionen 21 Millionen Schnittblumen sowie 2 Millionen Topfblumen gehandelt. Die Auktionen finden in vier Auktionsräumen mit 10 Uhren, auf denen der Preis rückwärts läuft, statt. Jede der Auktionen dauert max. vier Sekunden. Lediglich 15 % der Blumen verbleiben in den Niederlanden, 85 % werden exportiert. Auf dem 75 ha großen Gelände, das weitestgehend überdacht ist, arbeiten 12.000 Mitarbeiter.
Auf dem Weg Richtung Heimat wurde bei der Firma Hendrix in Boxmeer halt gemacht. Dort wurde das Unternehmen vorgestellt und die Fermentation erläutert. Der letzte Stopp war in Straelen, Deutschland, wo sich die Exkursionsteilnehmer einen Betrieb mit 1.200 Sauen genauer ansahen.
Das Resümee des Exkursionsteilnehmers Tobias Roeren-Wiemers: „Eine sehr interessante Exkursion. Besonders gut war der Besuch des Blumenbetriebs und die Besichtigung der Versuchsanstalt Raalte.“
















Aktuelles...