15.03.2011 RSS Feed

Junge ISN und JuLis besuchen Tönnies

Gruppenbild nach der Führung durch den Tönnies-Schlachthof

Gruppenbild nach der Führung durch den Tönnies-Schlachthof

In der vergangenen Woche wurde der Tradition der Treffen zwischen Junger ISN und den Jungen Liberalen ein weiterer Wegpunkt hinzugefügt. Bei diesem Treffen zeigten die jungen Schweinehalter den Jungpolitikern einen Schlachtbetrieb. Danach wurden die gewonnenen Eindrücke in einer ideologiefreien Diskussion über die moderne Tierhaltung und Schlachtung besprochen.

 

Julia Hesse (Bundesvorstand JuLis ), Niklas Seggewiß (JuLis NRW) und Leonard Hyfing (JuLis, Bundesfachausschuss Landwirtschaft) trafen Philine Göckeritz, Dirk Schulze Tenkhoff, Daniel Stegen und Thankmar Corleis von der Jungen ISN auf den Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück. In einem Vorgespräch erläuterte der Öffentlichkeitsbeauftragte der Firma Tönnies, Wilhelm Jäger, den Interessierten die rasante Entwicklung und zukünftige Zielsetzungen des westfälischen Schlachtbetriebes.

 


Thankmar Corleis dankt Hans-Jörg Eynck

Thankmar Corleis dankt Hans-Jörg Eynck

Großes Interesse kam bei zwei Themen auf. Zum Einen interessierten sich vor allem die Mitglieder der Jungen ISN für die Eberschlachtungen, die bei Tönnies durchgeführt werden. Zum Anderen fanden es besonders die JuLis interessant, dass über Weihnachten ein System eingeführt wurde, mit dem jeder Verbraucher die Herkunft seines Stücks Fleisch im Laden zurückverfolgen kann – das fTrace.

 

Angeführt von Hans-Jörg Eynck startete die Gruppe ihre Besichtigung in der Kühlhalle, wo manche das erste Mal mit „hängenden Schweinehälften“ konfrontiert wurden. Nach anfänglichen Berührungsängsten meisterten auch die JuLis den Slalom durch die Schweinehälften bravourös.

 

Um die Hygienerichtlinien einzuhalten bewegte sich die Gruppe bei der Besichtigung rückwärts im Produktionsablauf. Im Anschluss an die relativ „harmlose“ Kühlhalle wurde die Gruppe in die Zerlegung geführt um dort zu beobachten, wie viel Handarbeit doch im Schlachtbetrieb steckt. Durch den Zerlegungsbereich ging es dann weiter zur Verpackung. Dort konnten die jungen Schweinehalter und Liberalen die Hackfleischpackungen entdecken, die jeder von ihnen auch aus dem Supermarkt kennt. An den vielfältigen Produktbeschriftungen wurde jedem deutlich, dass Tönnies mehr als die Hälfte des Fleisches exportiert, das in Rheda-Wiedenbrück verarbeitet wird.


Hungrige JuLis nach der Führung

Hungrige JuLis nach der Führung

Weiter ging es in den Bereich, in dem die ganzen Schweine zu Hälften verarbeitet werden. Hier wurde die Gruppe auf die Besonderheiten der Eberschlachtung aufmerksam gemacht. Zuerst wurde die technische Kontrolle gegen Ebergeruch – eine Entnahmestelle für Fleischproben – gezeigt. Anschließend wurde die „menschliche Kontrolle“ präsentiert. Zum Erstaunen aller Teilnehmer standen zwei Männer auf einem Podest, wobei der erste alle gekennzeichneten Eber mit einer Heizpistole an einem Punkt erhitzte und der zweite als „Riecher“ tätig wurde. Gerade erst Montag habe er für die Tätigkeit als Riecher an einer speziellen Geruchsschulung teilgenommen.

 

Als letzte Station wurde die Besichtigungsgruppe in den Warte-, Betäubungs-, und Schlachtbereich geleitet. Hier wurde erklärt, dass die Schweine erst beruhigt werden und dann langsam mit automatischen Treibeschildern in 6er Gruppen zur Betäubung geführt werden. Diese Betäubung wird mit reinem CO2 durchgeführt. 1.400 Schweine werden so stündlich geschlachtet.


Satte Julis nach der einer leckeren Currywurst

Satte Julis nach der einer leckeren Currywurst

Im Anschluss an den äußerst interessanten Rundgang trafen sich die JuLis und die Junge ISN im hauseigenen Restaurant. Dort gab es für jeden eine Currywurst mit Pommes. Nach einem Abstecher in den Tönnies-Werksverkauf fuhr die Gruppe weiter in ein kleines Restaurant in Rheda. Hier wurde dann stundenlang und bei einem guten Schweinenackensteak über wichtige Themen der Tierhaltung, aber auch allgemeine politische Themen diskutiert. Insgesamt war die Stimmung bei dem gemeinsamen Treffen der jungen Schweinehalter und der jungen Liberalen sehr gut, so dass man bald ein neues Zusammenkommen organisieren möchte.


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