14.04.2010 RSS Feed

ISN-Vermarktungswegevergleich 2010 - „zweite Halbzeit“

ISN ruft Schweinehalter zur Teilnahme auf – der Wert von gut 1 Millionen Schlachtschweinen aus dem vergangenen Jahr soll übertroffen werden – Änderungen der AutoFOM- und FOM-Formeln

 

Schon zum sechsten Mal führt die ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. im laufenden Jahr die Auswertung von Vermarktungswegen bei Schlachtschweinen durch. Die Zahl der ausgewerteten Vermarktungswege im vergangenen Jahr lag bei 28 Unternehmen. Insgesamt wurden 98 Vermarktungswege mit 1,11 Millionen Mastschweinen erfasst. Der diesjährige sechste „Vergleich von Vermarktungswegen bei Schlachtschweinen“ läuft bis dato gut an. Im aktuellen Auswertungszeitraum wurden bisher 65 verschiedene Vermarktungswege erfasst. Damit möglichst viele davon in die Auswertung kommen, ist die ISN auf die Mithilfe möglichst vieler Schweinehalter angewiesen. Denn nur Vermarktungswege, bei denen mindestens 5.000 Schlachtschweine gemeldet wurden, werden am Jahresende ausgewertet.

 

Wichtige Erkenntnisse des letzten Vermarktungswegevergleichs waren:

 

•          Die Spanne bei der Ausschlachtung führt zu einem Erlösunterschied von bis zu 13,90 Euro pro Mastschwein.

•          Der Wegfall der Absatzfondsabgaben wurde nicht durch eine entsprechende Vorkostensenkung an die Landwirte weitergegeben.

•          Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sind in den vergangenen fünf Jahren angestiegen.

•          Mäster sollten immer auf der Hut sein und ihre Vermarktung regelmäßig auf den Prüfstand stellen.

 

Außerdem wird in diesem Jahr eine intensive Maskendiskussion in Deutschland geführt werden. Der Grund dafür liegt in der aktuellen Überarbeitung der FOM- und AutoFOM-Schätzformeln für die Klassifizierung von Schlachtschweinen. Diese führt derzeit das Institut für Sicherheit und Qualität bei Fleisch in Kulmbach, das Teil des Max-Rubner-Institutes ist, durch. Die Überprüfung des aktuellen Tierkörpers wird eine grundlegende Neubewertung der Berechnung der Muskelfleischanteile und Teilstückgewichte zur Folge haben. Insbesondere bei der FOM-Vermarktung wird dies wohl zu Überraschungen führen!

 

Die ISN ruft die Schweinehalter jetzt auf teilzunehmen. Jeder Mäster, der seine Vermarktung optimieren möchte, sollte die Chance nutzen und mitmachen.

 

Interessierte wählen im geschlossenen Mitgliederbereich des www.schweine.net die Rubrik „ISN-Schweinepreisvergleich“ aus. Hier geben sie die durchschnittlichen Daten der aktuellen Schlachtabrechnungen ein. Neben dem Vermarktungswegevergleich können alle Teilnehmer ihre Vermarktung im geschlossenen Mitgliederbereich des www.schweine.net im Vergleich zu anderen Mästern jederzeit genau analysieren. Um sich die wöchentliche per E-Mail zugesandte Auswertung zu sichern, ist es empfehlenswert, die Daten zeitnah und regelmäßig einzugeben. Die Jahresauswertung der Daten wird in gewohnter Systematik durchgeführt.

 

Die Teilnahme am Vermarktungswegevergleich ist für alle ISN-Mitglieder kostenlos. Nicht-Mitglieder können jederzeit Mitglied der ISN werden und dann mitmachen. Der Jahresbeitrag kostet 40,00 Euro. Für Fragen steht Kerstin Burbank Interessierten unter Telefon 05491 / 9665-15 zur Verfügung.

 



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