24.02.2006 RSS Feed

ISN-MGV 2006: Bericht Detlef Breuer, ISN-Geschäftsführer

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,
unseren drei Aufgabenfeldern Agrarpolitik, Markt und wirtschaftliche Dienstleistungen haben wir uns auch im vergangen Jahr wieder mit großem Engagement gewidmet.

Politisches Umfeld – Tätigkeitsschwerpunkte
Wie Sie bereits den Grußworten und Herrn Meyer zu Holtes Bericht entnehmen konnten, stand das letzte Jahr ganz im Zeichen der Schweinehaltungsverordnung und das Feilschen hat immer noch kein Ende.

Um den berechtigen Interessen der Schweinehalter Gehör zu verschaffen, haben wir zahlreiche Gespräche mit politischen Vertretern jeglicher Couleur auf Landes- und Bundesebene geführt. Und dass man uns offensichtlich zuhört bzw. auf unsere Meinung Wert legt, haben Sie ja soeben selbst feststellen können.

Der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins und amtierende Bundesratspräsident, Peter Harry Carstensen, und Niedersachsens Landwirtschaftsminister, Hans-Heinrich Ehlen, gaben uns im Mai die Ehre, unseren dritten Parlamentarischen Abend in Berlin zu eröffnen. Aus diesem Anlass kamen wieder viele Bundes- und Landtagsabgeordnete zum informellen Erfahrungsaustausch rund um das Thema Schwein. Wir wollen diese für Sie so wichtige, meinungsbildende Veranstaltung weiter fortsetzen, und zwar als Traditionelles Spanferkelessen der ISN – einfach, unkompliziert und gut.

Und natürlich haben wir 2005 auch häufig die Gelegenheit genutzt, mit den Agrarpolitikern der hier heute vertretenen Parteien einen angeregten Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu führen – ob in Berlin oder bei Fachexkursionen mit der CDU in Weser-Ems, mit der FDP in NRW und mit der SPD beim Salmonellenfachgespräch in Einbeck.

So machten wir im Juni unseren Antrittsbesuch beim neuen Landwirtschaftsminister Dr. von Boetticher in Kiel. Im September haben wir mit Agrarminister Eckhard Uhlenberg über dringende Reformen bzw. Erleichterungen für die NRW-Schweinehalter gesprochen.

Im November konnten wir dann in Stuttgart mit dem neuen Landwirtschaftsminister Hauk und Staatssekretärin Gurr-Hirsch diskutieren, wo uns der Schuh drückt. Auch hatte Niedersachsens Agrarminister Hans-Heinrich Ehlen im November ein offenes Ohr für unser Anliegen. Damit aber noch nicht genug, denn zum Jahresende wurden wir auch zur Agrarpolitischen Sprechertagung der CDU-Bundestags- und Landtagsfraktionen nach Hannover eingeladen. Thema war die Schweinehaltungsverordnung.

Wir möchten Ihnen versichern, dass wir keine Gelegenheit ausgelassen haben, Ihre Interessen zu vertreten.

Nun haben wir bereits in der letzten Woche in Damme unseren Karneval gefeiert. In unserem Prinzenlied heißt es passender weise:

Es braust ein Ruf wie Donnerhall
Durchs deutsche Land nach überall


Und das haben auch wir als ISN uns im letzten Jahr auf die Fahne geschrieben. Oder wie es Minister Ehlen bei unserem Parlamentarischen Abend so schön auf den Punkt brachte: Die ISN sagt, was nicht geht – sie sagt aber auf der anderen Seite auch, was geht.

Natürlich haben wir uns im vergangenen Jahr nicht nur der Schweinehaltungsverordnung gewidmet. Ferner haben wir uns intensiv mit folgenden Themen befasst:
  • EU-Hygiene-Paket

  • Novellierung des Vieh- und Fleischgesetzes

  • Salmonellen-Verordnung

  • Novellierung Arzneimittelgesetz

  • EU-Tierschutztransport-Verordnung

  • Nationaler Bewertungsrahmen Schweinehaltung

  • Tierschutz-TÜV

  • Cross-Compliance

  • Bundesimmissionsschutzgesetz

  • Aufhebung des Verfütterungsverbotes für tierische Eiweiße und Fette


Auch das europäische Umfeld verlieren wir nicht aus den Augen. In den nächsten Tagen werden wir uns bereits zu unserem sechsten Dreiländertreffen mit unseren niederländischen und dänischen Berufskollegen treffen. Denn bei den politischen Rahmenbedingungen müssen wir zunehmend über Ländergrenzen hinaus denken. Viele Entscheidungen werden heute nur noch auf europäischer Ebene getroffen, um sie dann leider auf Bundesebene oft noch zu verschärfen.

Junge ISN
Unsere Junge ISN ist nach wie vor eine Erfolgsstory. Deshalb freut es uns in diesem Jahr besonders, dass Verena Homann vom Sprecherteam der Jungen ISN Ihnen nachher die Highlights unserer Nachwuchstruppe aus dem Jahr 2005 aufzeigen wird.

Markt
Auf die aktuelle Marktentwicklung wird Herr Schulze Tenkhoff gleich noch detailliert eingehen. Vorab ein, zwei Anmerkungen dazu, wie wir Ihnen im letzten Jahr auch bei diesem Thema zur Seite gestanden haben. Unsere Marktberichterstattung – mittlerweile sogar dreimal wöchentlich – ist für Sie eine wertvolle unternehmerische Entscheidungsgrundlage. Sie verfügen dadurch über einen Informationsvorsprung, der den schnellen Entscheidern bares Geld bringt.

Und das ist wichtiger den je; denn der Strukturwandel in der Schlachtbranche setzt sich ungebremst fort. Dies konnten Sie unserem letzten Mitgliederrundschreiben mit den Top 10 der Schlachtindustrie entnehmen. Es ist jetzt ein neuer holländischer Sheriff in der Stadt und der versteht sich mit dem Zweiten der Hitliste anscheinend erstaunlich gut. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

Und außerdem - wir haben ihn, unseren Schlachthofvergleich, wie ihn Herr Meyer zu Holte eben vorgestellt hat! Und das ist bundesweit einmalig!
Ein fröhliches Helau nach Bonn und Münster, denn da feiert man immer erst später als in Damme.

Bei allen Schwierigkeiten: Wer will, findet Wege; wer nicht will; findet Gründe!
Machen Sie mit und nutzen Sie die Chance, Ihre Vermarktung aktiv zu gestalten!

Die ISN ist Ihr Verein
Bei uns haben die Bauern das Sagen, hier entscheiden die Schweinehalter, wo’s lang geht. Unser Vorstand und unser Beirat nehmen die Interessen der Praktiker war und bestimmen die Marschrichtung.
In unseren Ausschüssen - dem Marktausschuss, dem Strategieausschuss, dem Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und dem Ausschuss Tierische Proteine - leisten Haupt- und Ehrenamt gemeinsam über das ganze Jahr sehr viel Detailarbeit.

ISN-PIN
Und eine dieser Ideen halten ja gerade viele von Ihnen in den Händen, unseren neuen ISN-PIN. Tragen Sie den PIN bei jeder Gelegenheit, ob am Revers ihres Sackos, am Base-Cap, am Jagdhut oder - wer will – im Ohr oder in der Nase…
Nur zeigen Sie Flagge: Die ISN ist Ihr Verein – Du bist ISN

Vorträge und Seminare
Und auch im letzten Jahr haben wir das Rennen Hase gegen Igel wieder aufgenommen, fast zweimal die Welt umrundet und so weit über 200 Außentermine wahrgenommen. Bildlich gesprochen: von Rendsburg bis Passau und von Gescher bis Leipzig – Hier gibt es Schwein, hier woll`n wir sein!.

Bedingt durch den Verkauf der Südfleisch an einen niederländischen Großkonzern (Herr Müntefering würde wohl - so glaube ich - von Heuschrecken sprechen, holländischen Heuschrecken sozusagen; nicht wahr, Herr Dr. Priesmeier?), haben wir im letzten Winter des Öfteren in Bayern und Baden-Württemberg ein Stelldichein gegeben.

Finanzen
Unsere wirtschaftlichen Verhältnisse sind geordnet! Herr Pohlschneider wird Ihnen gleich in gewohnter Manier den Kassenbericht vorstellen.
Von hier aus schon einmal einen Gruß an alle, die uns nicht so gewogen sind: Es geht uns finanziell gut und wir haben einen langen Atem, auch wenn es darum geht, unsere Interessen gerichtlich durchzusetzen.

Unterlassungsverpflichtungserklärung gegen drei Fernsehsender
So haben wir uns im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit einem auf Presserecht spezialisierten Rechtsanwalt in einem sehr aufwendigen Verfahren dafür stark gemacht, dass Fernsehsender künftig keine manipulierten Berichte über eines unserer hessischen Mitglieder bringen werden. So haben wir vom NDR, Pro7 und dem Produzenten von sternTV Unterlassungsverpflichtungserklärungen erwirkt. D.h., dass die manipulierten Berichte in der gezeigten Form künftig nicht mehr weitergereicht werden dürfen. Diese Sau(-erei) wird also künftig nicht mehr durch die Fernsehlandschaft getrieben! In diesem Zusammenhang einen schönen Gruß an Günter Jauch von sternTV: Es war uns eine Ehre!

Wenn Sie selbst in den Fokus manipulierender Medienvertreter geraten, zögern Sie nicht, rufen Sie uns an und wir sind mit Rat und Tat zur Stelle. Wichtig ist: Wir helfen, aber handeln müssen Sie!

Schweineposter
Die modernen Medien und die Schule prägen heute das Bild, das Kinder und auch Erwachsene bei uns von der Schweinehaltung haben. Unsere Mitglieder, die Kinder im schulpflichtigen Alter haben, haben uns z.B. schon häufiger über haarsträubende Darstellungen der Schweinehaltung in Schulbüchern informiert. Deshalb haben wir gemeinsam mit der ima ein Schweineposter zum Thema Das Schwein – Woher kommen Schinken, Bratwurst & Co.? erarbeitet. Dieses ausschließlich von uns finanzierte Poster mit entsprechenden Arbeitsblättern können Lehrer aller bundesweit 20.000 weiterführenden Schulen in ihrem Unterricht einsetzen. So hält ein realistisches Bild von der heutigen Schweinehaltung hoffentlich nach und nach Einzug in die Köpfe der Lehrer und Schüler! Das Poster halten wir für Sie am Eingang bereit, außerdem wird es Ihnen mit dem nächsten Mitgliederrundschreiben automatisch zugeschickt.

www.schweine.net
Mit sechs Mitgliederrundschreiben und dem täglich aktuellen www.schweine.net haben wir Sie auch im letzten Jahr wieder auf dem Laufenden gehalten. Dank des gestiegen Interesses an unserer Marktberichterstattung haben wir unsere gute Startposition noch einmal weiter ausgebaut. Mit annähernd 40.000 Zugriffen pro Monat sind wir die führende spezialisierte Agrar-Homepage. Mit unserer Berichterstattung treffen wir Ihr Informationsbedürfnis. So können Sie z.B. auch die Berichte unserer Mitgliederversammlung schon heute Abend in unserem www.schweine.net nachlesen.

An dieser Stelle möchten wir uns auch bei unseren Premium-Werbepartnern, den Firmen Belapharm, Big Dutchmann, Biochem, Deutsche PIC, Schaumann und Vilomix, bedanken, dass sie uns im www.schweine.net tatkräftig unterstützen.

Mit unseren 11.930 Mitgliedern wissen wir annähernd 70% der der deutschen Schweinehaltung – was die Anzahl der Schweine anbelangt - hinter uns! Ein Pfund, mit dem wir wuchern können; denn unser Fokus ist die Schweinehaltung und noch einmal die Schweinehaltung und noch einmal die Schweinehaltung.
Wir vertreten die Interessen der spezialisierten Betrieb, die auch morgen noch Schweine halten wollen - nicht die der Sofamelker, der Verpächter oder der Industrie.

Und natürlich werden wir immer wieder gefragt, mit den Großen – ob aus Politik, Verwaltung oder Schlachtbranche – was können wir da bloß noch machen? Wir meinen, dass man diese Dinge einfach nur aus der richtigen Perspektive betrachten muss:

Als Goliath den Israeliten entgegentrat, dachten alle Soldaten:
Er ist so groß, den können wir niemals überwältigen.
Auch David sah sich den Riesen genau an und sagte sich:
Der ist so groß, den kann ich gar nicht verfehlen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit



Aktuelles...

Dokumentation...

 
Was meinen Sie?

Tierwohllabel sind in aller Munde.

Können Sie sich vorstellen mit Ihrem Betrieb an einem Tierwohllabel teilzunehmen?

 
 
 
 
Abstimmen
ISN-Mitglied werden & Vorteile sichern

Profitieren Sie als ISN-Mitglied von unseren zahlreichen Serviceleistungen, wie

Hier können Sie Mitglied werden.

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Ob Maskenänderungen, Tierschutzplan oder Tierhaltung in der Öffentlichkeit: Sagen Sie uns Ihre Meinung!