ISN-Klönabend in Hessen: Export hat Potenzial
Gut 40 Mitglieder und Gäste konnte ISN-Vorstandsmitglied Christian Schulze Bremer beim ISN-Klönabend am Donnerstagabend, dem 1. Oktober 2009 in Mühlhausen, Nordhessen begrüßen. Der Abend stand unter dem Motto: „Deutscher Schweine- und Ferkelmarkt und dessen internationale Position“.
So gingen ISN-Marktreferentin Kerstin Burbank und Christian Schulze Bremer in ihrem gemeinsamen Vortrag auch auf aktuelle Entwicklungen am Schlachtschweine- und Ferkelmarkt ein.
Kerstin Burbank berichtete zu Beginn des Vortrages über Neuigkeiten bei der ISN.
Anschließend analysierte sie die aktuelle Situation und erklärte die Rahmenbedingungen und Trends in der Veredlungswirtschaft in Deutschland. Insbesondere ging die ISN-Marktreferentin auf die Bestandsentwicklungen in den Veredlungsregionen ein. „Der drastische Rückgang der Schweinehalter um 2/3 auf 70.000 in den vergangenen 12 Jahren und der Anstieg des Schweinebestandes im selben Zeitraum, machen den Strukturwandel in Deutschland besonders deutlich.“, so Kerstin Burbank.
Christian Schulze Bremer informierte die anwesenden Schweinehalter danach über den Bereich Schweineschlachtungen und erläuterte in diesem Zusammenhang die steigende Bedeutung des Exportes von Schweinefleisch: „Deutschland ist heute nicht mehr Nettoimporteur sondern Nettoexporteur von Schweinefleisch. Und ist somit auf die Veterinärabkommen und den Handel innerhalb Europas angewiesen.“
Anschließend beantwortete Christian Schulze Bremer die Frage „Was bringen 2009/10?“. „Die osteuropäischen EU-Mitgliedsländer bieten zukünftig gute Möglichkeiten Schweinefleisch abzusetzen, weil diese den Rückgang ihrer Schweinebestände nicht auffangen können.“, prognostizierte Schulze Bremer.
Auch die steigende Problematik der extrem großen Schwarzwildbestände und die daraus resultierende Gefährdung für die deutschen Schweinehalter thematisierte das ISN-Vorstandsmitglied. „Im Kreis Coesfeld stieg die Zahl der Wildschweineabschüsse in den vergangenen 14 Jahren von 50 auf 350 an.“, betonte der Sauenhalter aus Dülmen.
Nach dem Vortrag berichtete ISW-Viehhändler Gerd Westermann über die neuen Aktivitäten der ISW-GmbH. Die wirtschaftliche Tochter der ISN liefert bereits seit drei Monaten lebende Schlachtschweine an einen Schlachthof in Russland und hat inzwischen einen weiteren dazu gewonnen. „Das Interesse der russischen Unternehmer ist groß und das Potenzial riesig“, so Gerd Westermann.

v.l.: Friedrich Brand-Welteke, Gerd Westermann, Christian Schulze Bremer, Kerstin Burbank, Peter Seeger, Markus Münstermann














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