ISN beauftragt Diplomarbeit über die wichtigsten Exportdrittlandsmärkte für deutsches Schweinefleisch

Jan-Bernd Krieger
Im Rahmen einer von der ISN betreuten Diplomarbeit von Jan-Bernd Krieger wurden die aktuell und zukünftig bedeutendsten Exportdrittländer für Schweinefleisch auf ihre Besonderheiten hin analysiert und Potentiale für deutsche Exporteure herausgearbeitet.
Der Selbstversorgungsgrad innerhalb der EU liegt seit Jahren über 100 Prozent, so dass deutsche Unternehmen auch andere Märkte außerhalb der EU erschließen müssen. Für Deutschland kristallisieren sich in der Arbeit die Märkte in Russland, Japan, China und Südkorea als die vier wichtigsten Drittlandsmärkte für deutsches Schweinefleisch heraus.

Unter Berücksichtigung der deutschen Marktentwicklung für Schweinefleisch, die im Laufe der letzten Jahre weit über eine reine Selbstversorgung hinausging und laut einer Prognose der LWK Niedersachsen auch weiter ansteigen wird, kann und muss damit gerechnet werden, dass die deutschen Exporte von Schweinefleisch zukünftig stark ansteigen werden.
Aus diesem Grund ist Deutschland darauf angewiesen seine bestehenden Absatzmärkte weiter auszubauen und zeitgleich neue Absatzmärkte zu erschließen. Unter den innerhalb dieser Arbeit analysierten Staaten besitzt jeder eigene Vor- und Nachteile. Zollvorteile, Währungsbesonderheiten, Qualitätsanforderungen und Wechselkurse können je nach momentaner Marktsituation die Attraktivität des jeweiligen Landes steigern. Wegen dieser Unterschiede stellt eine Aufnahme und Aufrechterhaltung von Marktbeziehungen zu allen diesen Ländern eine zukünftige Notwendigkeit dar. Aufgrund der insgesamt sehr hohen Importmengen dieserStaaten ergibt sich für deutsche Exporteure ein hohes Entwicklungspotential. Es sollte gerade unter diesen Umständen, vor allem von Seiten der Politik, darauf hingearbeitet werden, Wettbewerbsnachteile abzubauen. Denn große Konkurrenten wie die USA, Kanada oder Brasilien bieten ihren inländischen Produzenten einen größeren Spielraum in produktionstechnischen Fragen als die EU oder Deutschland ihren Produzenten einräumen.
Sicherlich ist es nicht leicht, in die großen Fußstapfen der ehemaligen Exportförderungsgesellschaft CMA zu treten. Jedoch sollte, bevor andere Exporteure ihre Marktposition in diesen Ländern weiter ausbauen können, die deutsche Fleischwirtschaft zeigen, dass „Made in Germany“ auch auf dem internationalen Fleischmarkt ein Begriff ist. Bei allen politischen und marketingtechnischen Bemühungen muss zudem stark darauf geachtet werden, innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, Seuchen, wie z.B. die KSP, einzudämmen und zukünftig zu verhindern. Sollten in Deutschland zukünftig weitere Fälle der KSP ausbrechen, egal ob bei Haus- oder Wildschweinen, würden viele Staaten deutsche Fleischimporte ablehnen.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Diplomarbeit können Sie per E-Mail über pohlschneider@schweine.net erhalten. Gerade in den ostasiatischen Ländern stehen vor allem die German Meat GmbH und das BMELV in der Pflicht, den Export von Schweinefleisch überhaupt möglich zu machen.










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