ISN-Klönabend in Cloppenburg
Angeregte Diskussionen und zahlreiche Fragen gab es am gestrigen Donnerstag beim Klönabend im Hotel & Restaurant Waldesruh in Emstek (Kreis Cloppenburg). Gut 80 ISN- Mitglieder und Interessierte waren der Einladung gefolgt, um Näheres über Maskenänderungen und Stallbauauflagen: Was ist machbar?
zu erfahren.
Nach der Begrüßung der Referenten durch den Geschäftsführer Dr. Torsten Staack, begann Matthias Quaing von der Ringgemeinschaft Vechta mit einem Vortrag zum Thema Wer nicht sortiert verliert, ABER was blüht uns im Herbst?
. Er stellte das neue Klassifizierungsverfahren nach Auto-FOM III, deren Folgen und Probleme für den Schweinemäster vor und zeichnete die Vorteile der internetunterstützten Schlachtdatenauswertung auf. Im Anschluss kritisierte ISN- Beiratsmitglied Paul Kathmann die reinen Abzugsmasken: Es will keiner Sortierfuchs für die Schlachthöfe sein
. Manche Kriterien seien kaum praktisch umsetzbar. Zum Beispiel laufe die Bewertung von Bauchgewicht und Bauchanteil völlig gegeneinander. Hier werde man, laut Kathman, als Landwirt doppelt bestraft und deshalb müssten diese Abrechnungsmodalitäten kritisch hinterfragt werden. Staack unterstrich die Kritik und riet den anwesenden Schweinehaltern Auswertungssysteme wie schlachtdaten online, farmers friend, o.ä. zu nutzen.
Im zweiten Teil des Klönabends sprachen die externen Referenten Georg Raue, Baudezernent des Landkreises Cloppenburg und Dr. Günter Kuhnt, Bezirksstellenleiter der Landwirtschaftskammer Oldenburg-Süd zu dem Thema Du darfst bauen, ABER…Genehmigungspraxis für Tierhaltungsanlagen
.
Raue zeigte anhand von Grafiken und Tabellen eindrucksvolldas Wachstum der Stallneubauten und Tierzahlen im Landkreis Cloppenburg, sprach aber gleichzeitig auch die Probleme und Konflikte an, die in diesem Zusammenhang auftreten.
Es geht nur Miteinander. Daher empfahl Dr. Kuhnt den Landwirten im Fall eines Neubaus frühzeitig sowohl mit den Behörden als auch mit allen weiteren Beteiligten bzw. Betroffenen in Kontakt zu treten und den Prozess zügig durchzuziehen
. Aufwendungen für Anträge oder Beratungsleistungen könnten sich schnell zu einem fünfstelligem Betrag aufsummieren. In die Röhre guckt, wer zu lange mit der Umsetzung zögert, denn die Auflagen veränderten sich auf Kreis-, Länder- und Bundesebene mittlerweile sehr schnell, so Kuhnt. Im schlimmsten Fall ende der Antrag in einer zähen Auseinandersetzung vor Gericht.
Abschließend fasste ISN- Beiratsmitglied und Mäster Thomas Gardewin die wesentlichen Punkte des Abends zusammen. Nicht zu vergessen sei, dass sich Südoldenburg mit Hilfe der Tierhaltung vom Armenhaus zur Boomregion
entwickelt und Arbeitsplätze für den vor- und nachgelagerten Bereich geschaffen habe. Als Unternehmer habe der Landwirt eine Verantwortung für seinen Mitarbeiter zu tragen und stehe somit im Spagat zwischen der eigenen Betriebsentwicklung und der Öffentlichkeit, so Gardewin.
Die gesellschaftliche Akzeptanz ist die Herausforderung der Zukunft für die Schweinehalter
verdeutlicht Staack zum Abschluss des Klönabends. Er appellierte an die Schweinehalter aktiv den Dialog zu suchen und sich den Herausforderungen zu stellen.















ISN kompakt Masken...