ISN fragt: Wo bleiben die neuen Masken?
- Schlachtunternehmen sollen Vorschläge veröffentlichen -
Mit der Änderung der Schätzungsformeln für die Klassifizierung von Schlachtschweinen in Deutschland nach den Vorgaben des Fleischgesetzes müssen ab dem 4. Oktober neue Abrechnungsmasken zur Anwendung kommen. Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Es gibt zwar erste Änderungsvorschläge doch konkret geworden ist bisher nur die Westfleisch eG.
Die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. hat die Schlachtunternehmen bereits im März zum Dialog aufgefordert und in den Folgemonaten intensive Gespräche mit den Schlachtern geführt. Ein erster Austausch hat stattgefunden und nun erwartet die ISN von den Unternehmen im zweiten Schritt ihre Gedanken zu konkretisieren bzw. ihre neuen Abrechnungsmasken zu veröffentlichen.
Nur so haben die Schweinehalter überhaupt eine Chance sich auf neue Anforderungen, die mit der Umstellung auf sie zukommen, einzustellen. Einen erneuten Maskenball mit zweiwöchigen Umstellungsfristen will kein Landwirt wieder erleben.
Ein Argument, das für die Verzögerung angeführt wurde, war die Umstellung der Klassifizierung von AutoFOM I auf AutoFOM III. Hier wollte man erst noch genauere Auswertungen machen und Daten sammeln. Allerdings ist aufgrund von technischen Schwierigkeiten eine Umstellung auf AutoFOM III bis zum Oktober im gleichen Atemzug mit der Umstellung der Klassifizierungsformeln bei den Schlachtunternehmen vom Tisch.
Auch wenn das ganze Thema komplex ist, muss es doch möglich sein, mit neuen Masken rauszukommen. Die neuen Formeln sind schließlich lang genug bekannt.
, prangert ISN-Geschäftsführer Dr. Torsten Staack die Hinhaltetaktik der Schlachtunternehmen an. Möchte man sich so der Kritik der Landwirte entziehen? Oder ist es etwa gar nicht gewünscht, dass die Schweinehalter sich auf neue Masken einstellen können?
Offen hat die ISN in den vergangen Wochen kritisiert, dass die jetzigen Masken nicht machbar sind. Nur ein geringer Prozentsatz der Schweine, nämlich 5-10 %, sind Normschweine, die in den aktuellen Optimalbereich der Abrechnungsmasken hineinpassen.
Wollen sich die Schlachtunternehmen weiter auf reinen Abzugsmasken ausruhen?
Wir fordern die Schlachtunternehmen ausdrücklich dazu auf, nun endlich konkret zu werden und die neuen Abrechnungsmasken schwarz auf weiß vorzulegen
verlangt Staack.
Zentrale Forderungen der ISN zur Gestaltung der neuen Abrechnungsmasken:
- Keine reine Abzugsmaske
- Schlachtgewichte runter
- Transparente und verständliche neue Maske
- Weniger Abrechnungskriterien
Hier lesen Sie mehr zu unserer Position für die neuen Abrechnungsmasken
Offener Brief der ISN an die Schlachtunternehmen aus dem Herbst 2010












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