ISN deckt auf: Wenn es Nacht wird in Süd-Oldenburg… - "Geruchsspione" in staatlichem Auftrag unterwegs
Feldspione des Umweltbundesamtes? Das war gestern. Das Neuste sind dieGeruchsspione
des Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes aus Hildesheim – und es kann jeden treffen, bringt es die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands an´s Licht.
Worum geht es? Gestern, kurz nach Mitternacht, stießen zwei Landwirte im niedersächsischen Damme auf eine Mitarbeiterin der Firma Meodor Immissionsschutz GmbH. Diese war landwirtschaftlichen Gerüchen auf der Spur. Hintergrund ist vermutlich das Projekt
Geruchsbeurteilung in der Landwirtschaft, das als Verbundprojekt der Länder Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen konzipiert ist. Koordinator ist das Landesumweltamt NRW (LUA) mit Sitz in Essen.
Das Projekt zielt darauf ab, Grundlagen für ein Beurteilungssystem für Geruchsimmissionen im Umfeld von Tierhaltungsanlagen auf der Basis von so genannten Belastungs- und Belästigungsuntersuchungen zu entwickeln.
Die Beurteilung von Geruchsimmissionen, die durch landwirtschaftliche Anlagen verursacht werden, wirft in der Praxis zunehmend Probleme auf, so das Unternehmen Meodor.
Unter dem Deckmantel einesbundesweiten Forschungsprojektes
will man der vermeintlichenGeruchsbelastung und Geruchsbelästigung für landwirtschaftliche Gerüche
zu Leibe rücken, Zitat Meodor. Die ISN hat mit großer Verwunderung festgestellt, dass von den nächtlichen Geruchstests weder die Stadt Damme noch der Landkreis Vechta informiert oder gar eingebunden waren – von den Tierhaltern in der Nähe der Beprobungsstandorte ganz zu schweigen.
Vertreter der Stadt und des Landkreises zeigten sich äußerst überrascht, als wir heute von den Geruchsbeprobungen berichteten, die ISN weiter.
Es sieht so aus, als ob auf diesem Weg die Privilegierung der Landwirtschaft zum Bauen im Außenbereich ausgehebelt werden solle, mutmaßt die ISN.
Scheut der Initiator dieser Aktion nach den Erfahrungen mit denFeldspionen
des UBA die öffentliche Diskussion?
Weiter stellt die ISN die Untersuchungsmethoden, mit denen
Geruchsintensitätenund
Unangenehm-Eindrückein diesem Projekt festgestellt werden sollen, in Frage. Denn unter Fachleuten ist das verwendete subjektive Beurteilungsverfahren sehr umstritten bzw. nicht anerkannt.
Die ISN fordert:
Schluss mit dieser Verschwendung von Steuergeldern – das einzige, was da stinkt, ist diese verdeckte Umwelt-Stasi-Aktion!
In der angehängten pdf-Datei finden Sie ein Informationsschreiben der Firma Meodor.










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