ISN: "Agieren statt Reagieren"
An einem stärkeren Dialog mit den Verbrauchern und Interessengruppen außerhalb der Landwirtschaft ist die ISN-Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), interessiert. Dies kündigte ISN-Geschäftsführer, Dr. Torsten Staack, gestern auf der Eurotier in Hannover bei der von der "agrarzeitung" und dem Deutschen Verband Tiernahrung (DVT) organisierten Diskussionsrunde „Perspektiven für die Futtermittel- und Fleischmärkte" an.
Die Gesellschaft sei beim Wachstum der vergangenen Jahre „nicht mitgenommen worden", erläuterte Staack. Inhalte des Themas Tierhaltung sollen künftig transparenter vermittelt werden. Es gebe in der Gesellschaft ein massives Unverständnis für Betriebe, die wachsen wollen, beklagte Staack. Die Schweinehalter bereitete er darauf vor, dass sie sich in Zukunft stärker mit Themen wie Umwelt- und Tierschutz auseinandersetzen müssten. Er kritisierte, dass Handel, Politik, Verbraucher- und Tierschutzorganisationen diese Fragen zu oft ohne die betroffenen Landwirte diskutieren würden. Ein grundsätzliches Problem sei, dass das Thema Tierhaltung häufig „skandalisiert" werde und viele an der Diskussion Beteiligte eine große Distanz zur Produktion hätten.
Josef Beuck von Westfleisch nutzte das Forum um über den Export von Schweinefleisch zu sprechen. Fast die Hälfte des Fleisches bleibt ganz in der Nähe und geht in die Benelux-Staaten. Skandinavien und Osteuropa sind weitere starke Märkte für die Westfleisch.
Er verwies darauf, dass sein Unternehmen mittlerweile einen Exportanteil von 50% im Bereich Schweinefleisch erreicht hätte. Zukunftsmärkte sind China und Russland, allerdings seien dies auch sehr unsichere Märkte, räumte der Experte ein.
Sprechen Sie mit der ISN auf der EuroTier! Sie erwartet ihre Besucher vom 16. bis 19. November 2010, in Halle 12 Stand 12C40.












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