ISN beim nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsminister Remmel

v.l. Schulze Bremer, Schulze Esking, Minister Remmel, Dierkes, Spieker, Surmann, Dr. Koch und Dr. Harbeck
Der neue nordrhein-westfälische Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, Johannes Remmel ist inzwischen seit fast drei Monaten im Amt.
Ende September fuhren Vertreter der ISN nach Düsseldorf, um ein erstes Gespräch mit dem Minister zu führen.
Vom Ministerium nahmen neben Minister Johannes Remmel noch Dr. Jürgen Harbeck, Referatsleiter Agrarmarkt, Ernährungswirtschaft, Tierproduktion und Agrartechnik, sowie Dr. Eckehard Koch, Ministerialrat im Bereich Luftreinhaltung, an dem Gespräch teil.
Die ISN war vertreten durch den Vorsitzenden Heinrich Dierkes, die Vorstandsmitglieder Philipp Schulze Esking und Christian Schulze Bremer, Beiratsmitglied Carsten Spieker, Hendrik Surmann aus dem Sprecherteam der Jungen ISN sowie Ulrich Pohlschneider aus der ISN-Geschäftsstelle.
Folgende Themenbereiche wurden diskutiert:
- Marktmacht Schlachtunternehmen/Marktmacht Lebensmitteleinzelhandel
- Strukturwandel – Schweinehaltung im Jahr 2020
- Schweinehaltung im Wettbewerb mit erneuerbaren Energien – Biogas
- Wildschweinepest – Gefahr der Schweinepest bei Hausschweinen
- Stickstoff-Leitfaden
Minister Remmel wies auf die Konflikte bezüglich neuer Stallbauten in den Gemeinden sowie in der Gesellschaft hin. Hier gebe es Bestrebungen, die Privilegierung von Stallbauten im Außenbereich aus dem Baugesetzbuch zu streichen, um neue Stallbauten einschränken zu können. Diesem Vorhaben widersprachen die ISN-Vertreter jedoch entschieden. Dies würde die Entwicklungsmöglichkeiten der Schweine haltenden Betriebe sehr stark einschränken bzw. unmöglich machen.
Im Hinblick auf den auch weiterhin zu erwartenden rasanten Anstieg der Weltbevölkerung auf prognostizierte 9 Milliarden Menschen im Jahr 2050 stellte Minister Remmel die Frage, wie diese überhaupt ernährt werden können. Dabei seien u.a. die Punkte Veredlung, Intensität und auch Fleischkonsum zu diskutieren. ISN-Vorsitzender Heinrich Dierkes verwies in diesem Zusammenhang auf die deutlichen Effizienzsteigerungen in den verschiedenen Bereichen der Landwirtschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten.
Intensiv diskutierten die Teilnehmer die Auswirkungen des neuen Stickstoff-Leitfadens, der inzwischen von der Umweltministerkonferenz sowie der Agrarministerkonferenz zur Kenntnis genommen wurde und der in NRW bereits eingeführt worden ist. Die Schweinehalter verwiesen auf die erheblich aufwendigeren Gutachten bei Stallneubauten und die damit verbundenen hohen Kosten.
Die Gesprächsteilnehmer vereinbarten, den Dialog auch nach diesem Gespräch fortzusetzen und sich zu verschiedenen Themenbereichen, wie z.B. die Biogas-Problematik, intensiver auszutauschen.











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