ISN beim Dreiländertreffen in Dänemark

ISN mit holländischen und dänischen Schweinehalterorganisationen im internationalen Austausch über neueste Entwicklungen in der Schweineproduktion. Traditionelles Dreiländertreffen in Fredericia (DK).
Der Wind wird rauer in der Schweineproduktion. Und eine Änderung der Wetterlage
ist derzeit nicht in Sicht. Das ist das Fazit des aktuellen Dreiländertreffens. Im dänischen Fredericia trafen sich in der letzten Woche erneut die Vertreter der ISN - Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN) mit der führenden niederländischen (NVV) und dänischen Schweinehalterorganisation (DS).
Produktionsbedingungen kritisch im Fokus der Öffentlichkeit
An den zwei Tagen wurde über das aktuelle Geschehen in der Schweinebranche diskutiert. Die Teilnehmer analysierten speziell die sich weiter stark verändernden Rahmenbedingungen für die Schweinehaltung. Egal ob in den Niederlanden, Dänemark oder Deutschland: Die Produktionsbedingungen werden in allen Ländern auf breiter Front von Gesellschaft und Politik äußerst kritisch hinterfragt. Dabei wird kaum etwas außen vor gelassen. Es geht um fast alles im und um den Stall. Nichts Neues zumindest für die Dänen und die Holländer, die diesbezüglich vor allem in der öffentlichen Darstellung der Themen bereits sehr schlagkräftig aufgestellt sind. Neu ist hingegen die Dynamik, mit der Themen wie Tiergesundheit, Tierwohl und Nachhaltigkeit in Deutschland von unterschiedlichsten Stellen vorangetrieben werden. Unter dem Strich stand fest: Starker Gegenwind in allen drei Ländern für Schweinehalter, die sich weiterentwickeln wollen.

Weiter schwierige Erlössituation
Auch aus Erlössicht ist die Situation der Schweinehalter weiterhin angespannt. Die wirtschaftliche Lage hat sich in den drei Ländern seit dem letzten Treffen im Oktober alles andere als positiv entwickelt. Zwar erholen sich die Preise nach dem historischen Tief, welches durch die Dioxinkrise im Januar verursacht wurde, langsam. Vor allem die weiter gestiegenen Futterkosten machen sowohl den Sauenhaltern als auch den Schweinemästern in allen drei Ländern aber weiterhin deutlich zu schaffen.
Organisiert wurde das aktuelle Arbeitstreffen von der dänischen Schweinehalterorganisation Danske Svineproducenter. Aus Dänemark nahmen Hans Aarestrup und Markus Fiebelkorn teil, aus den Niederlanden waren Wyno Zwanenburg, Theo Duteweerd und Jaco Geurts anwesend. Für die ISN waren Birgit Scharlau, Christian Schulze Bremer sowie Dr. Torsten Staack zu dem Treffen angereist. Das nächste Treffen findet im Herbst in Deutschland statt.










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