Vogler übernimmt Bremer Schlachthof – Ziel 2,5 Mio. Schlachtungen - ISN gratuliert

v.l.: Michael Völlmecke, Andreas Stärk, Kerstin Burbank, Heinrich Dierkes, Michael Vogler, Detlef Breuer
Wie der geschäftsführende Gesellschafter der Firma Vogler, Michael Vogler, heute mitteilt, übernimmt die Firma Vogler ab dem 01.11.2009 das Fleischzentrum in Bremen.
Die günstige Lage an der Schnittstelle zwischen dem Oldenburger Land und dem Elbe-Weser Dreieck sichert tiergerechte, kurze Transportwege in der Schweineanlieferung. Für den Fleischabsatz aus Bremen sollen Kunden gewonnen werden, die qualitativ hochwertige Schweinehälften selber zerlegen. Die Auslieferung der Hälften erfolgt bundesweit und im Export. Die Autobahnanbindung schafft hier gute Voraussetzungen. Die Qualitätszusage der Firma Vogler gilt selbstverständlich auch für Bremen.
Die Mannschaft vor Ort wird den Betrieb in der bestehenden Form weiterführen, so dass auch alle bisherigen Ansprechpersonen in den Bereichen zuständig bleiben. Zu Fragen der Kapazität des Betriebes und der strategischen Ausrichtung sowie zu den erwarteten Synergien mit den übrigen Voglerbetrieben wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert.

Michael Völlmecke und Michael Vogler
Das Unternehmen Vogler schlachtet Schweine in Steine (Wendland) und Laatzen (Hannover), zerlegt wird zentral in Steine. Für den englischen Markt produziert ein Betrieb in Clenze (Wendland). Zwei Betriebe in Salzwedel (Altmark) und Dolgow (Wendland) verpacken Grillsteak und Kasslerprodukte. Der Markenname „ Wendländer Landpartie“ gewinnt hierbei im Absatz immer mehr an Bedeutung.
Kunden sind Fleischereien und Fleischwarenbetriebe und der deutsche Lebensmitteleinzelhandel. Zur professionellen Abwicklung der weltweiten Exporte besteht eine Firmenbeteiligung an einem Unternehmen aus Recklinghausen. Der Firmenverbund beschäftigt rund 800 Mitarbeiter in den sieben Betrieben.
Bereits Ende September trafen sich Vertreter der ISN mit Michael Vogler, geschäftsführender Gesellschafter und Michael Völlmecke von der Firma Vogler Fleisch in Steine im Wendland in Ost-Niedersachsen. Für die ISN nahmen Heinrich Dierkes, Andreas Stärk, Detlef Breuer und Kerstin Burbank an dem Gespräch teil.
Das Schlachtunternehmen kauft die Schweine überwiegend in einem Umkreis von etwa 100 km ein. Am Standort Steine/Luckau werden 25.000 Tiere und in Laatzen 10.000 Schweine je Kalenderwoche geschlachtet. Dabei werden die geschlachteten Schweine bis zur Feinverarbeitung ohne Knochen zerlegt. Die so entstandenen Fleischwaren gelangen zu 35 % in den Export nach Asien, England und Osteuropa. Darum hat sich Vogler Fleisch 2008 entschlossen, sich an einer Exportgesellschaft zu beteiligen. Vor drei Jahren entstand die Hausmarke „Wendländer Landpartie“. Diese Endverbraucherprodukte auch für Discounter (im Frühjahr/Sommer hauptsächlich Grillprodukte und im Herbst/Winter Kassler usw.) werden im Zerlege- und Verarbeitungsbetrieb in Salzwedel produziert. Dabei ist der Einstieg in den Lebensmitteleinzelhandel schwierig, weil viele Produkte vergleichbar sind und somit leicht durch andere Lieferanten ersetzt werden können.

Heinrich Dierkes und Michael Vogler
Derzeit hält Vogler die Einführung eines Siegels z. B. für Regionalität oder aber auch das „Tierschutz-Label“ für unnötig, weil der Lebensmitteleinzelhandel verstärkt auf Eigenmarken setzt und der Tierschutz schon in den QS-Richtlinien verankert ist.
Eine Kennzeichnung von Fleisch, dessen Tiere mit GVO-Futtermitteln gefüttert wurden, ist nach EU-Vorgaben nicht notwendig. Außerdem wäre eine solche Kennzeichnung angesichts der Diskussion um den GVO-Leinsamen nicht sinnvoll, so Vogler. Eine Relevanz sei dazu zurzeit nicht gegeben, fügte Michael Völlmecke hinzu.
Momentan wird in Kulmbach an einer Überarbeitung der Schätzformeln für FOM und AutoFOM gearbeitet. Dazu merkte Michael Vogler an, dass das Unternehmen besser mit Kontinuität arbeiten kann, als mit hohen Muskelanteilen. Für das Unternehmen Vogler sei ein Muskelfleischanteil von 55 % optimal. Die Preisfindung sollte in einem fairen Wettbewerb aus Angebot und Nachfrage stattfinden. Dies sei besser als langfristige Preise, sagte Michael Vogler. Außerdem wurden die Themen Ferkelkastration bzw. Ebermast sowie der ISN-Vermarktungswegevergleich und die Top 10 der Schlachtunternehmen diskutiert.










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